03.10.2014 11:54

Kopfverletzungen?

Drei junge Footballer sterben in einer Woche

In den USA kam es diese Woche zu drei tragischen Todesfällen bei Highschool-Footballspielen. Das befeuert die Diskussion, welche Gefahr die Sportart für den Kopf darstellt.

von
hua

American Football kommt in den letzten Wochen und Monaten nicht aus den Negativschlagzeilen. Nachdem Ray Rice seine Verlobte geschlagen hatte und suspendiert worden war, Adrian Peterson seinen Sohn mit einem Ast gezüchtigt hatte und suspendiert worden war, sollte die ehemalige US-Aussenministerin Condoleezza Rice die nordamerikanische Profiliga NFL aus der Krise führen. Das ist bisher noch nicht geschehen.

Nun schocken die Football-Fans Nachrichten von jungen Spielern. Am Mittwoch kollidierte der 16-jährige Tom Cutinella in einem Highschool-Spiel mit seinem Gegner und blieb bewusstlos liegen. Kurze Zeit später verstarb der Junior im Spital, nachdem er zuvor operiert worden war. Dieser Vorfall ist schon tragisch genug. Doch Cutinella war bereits der dritte Highschool-Footballer, der in den letzten Tagen verstarb. Demario Harris Jr. starb, nachdem er von einem Gegner getacklet worden war. Isaiah Langston kollabierte noch vor dem Spiel auf dem Feld.

Berichte widersprechen sich

Nun tauchen die üblichen Fragen auf. Waren die jungen Footballer genügend geschützt? Und wie gefährlich ist Football eigentlich? Bei Cutinella kann noch nicht ausgeschlossen werden, dass der Tod durch eine Kopfverletzung eintrat. Im Football ist der Kopf zwar mit einem Helm geschützt, Erschütterungen bei Tackles oder Checks gegen den Körper und Kopf können dadurch aber höchstens gedämpft werden.

Beim plötzlichen Tod von Harris Jr. tauchen unterschiedliche Behauptungen auf. Zum einen wird behauptet, er sei wegen eines geplatzten Gehirn-Aneurysmas gestorben. Dem widerspricht sein Vater. Sein Sohn habe einen Blutsturz im Gehirn erlitten. Es könne sein, dass sein Sohn zuvor an einer Schädigung des Gehirns gelitten habe, aber das könne man nun nicht mehr feststellen, wird der Vater zitiert. Der dritte Verstorbene, Isaiah Langston, soll ein Blutgerinsel im Gehirn gehabt haben.

Rücklauf bei den Junioren

Die Diskussion, wie schwer das Gehirn eines Footballers während der Karriere beeinträchtigt wird, ist immer wieder ein Thema, tödliche Zwischenfälle wiederholen sich. So erstaunt es kaum, dass Junge immer weniger auf die körperbetonte Sportart setzen. Die Junioren-Ligen haben mit einem massiven Rückgang von Spielern zu kämpfen. Als Grund Nummer 1 für den massiven Rücklauf wird die Angst vor Kopfverletzungen vermutet.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.