Drei Mal Lebenslang für Ku-Klux-Klan-Mitglied
Aktualisiert

Drei Mal Lebenslang für Ku-Klux-Klan-Mitglied

Mehr als 43 Jahre nach der Ermordung von zwei schwarzen Jugendlichen im US-Staat Mississippi ist ein mutmassliches Mitglied des rassistischen Ku Klux Klans zu drei Mal lebenslang verurteilt worden.

Der 71-jährige James Ford Seale war bereits im Juni wegen Entführung und Verschwörung schuldig gesprochen worden. Charles Eddie Moore und Henry Hezekiah Dee, beide damals 19 Jahre alt, verschwanden am 2. Mai 1964 und wurden später im Mississippi tot aufgefunden.

Wichtigster Zeuge in dem Prozess war Charles Marcus Edwards, der auch dem Ku Klux Klan (KKK) angehörte. Nachdem ihm Straffreiheit zugesichert worden war, sagte er aus, dass er mit Seale zur gleichen KKK-Gruppe gehört habe. Die beiden Anhalter Dee und Moore seien lebendig in den Kofferraum von Seales Auto gesperrt und auf einen Bauernhof gefahren worden. Später seien die beiden gefesselt zum Mississippi gebracht worden. Seale habe ihm gesagt, dass die Jugendlichen mit schweren Gewichten in den Fluss gestossen worden seien.

Die US-Justiz hat mehrere rassistische Morde aus den 60er Jahren neu aufgegriffen. Vor einem Jahr wurde der 80-jährige Edgar Ray Killen wegen des gewaltsamen Todes von drei Bürgerrechtlern in Mississippi zu drei Mal 60 Jahren Gefängnis verurteilt. (dapd)

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