Russland: Drei Morde - eine Waffe
Aktualisiert

RusslandDrei Morde - eine Waffe

Ein Anwalt, eine Journalistin und ein prominenter Richter - drei Morde schockierten die russische Öffentlichkeit. Jetzt steht fest: alle drei wurden mit derselben Waffe erschossen.

Der bekannte Richter Eduard Tschuwaschow wurde vor seinem Haus erschossen.

Der bekannte Richter Eduard Tschuwaschow wurde vor seinem Haus erschossen.

Bei dem Mord an einem bekannten russischen Richter zu Beginn der Woche ist nach Angaben eines Anwalts die gleiche Waffe benutzt worden wie bei zwei Attentaten im vergangenen Jahr.

Dabei waren im November 2009 der Anwalt Stanislaw Markelow und die Journalistin Anastasija Baburowa getötet worden. Die Polizei nahm nach diesen Verbrechen zwei Mitglieder von ultranationalistischen Gruppen fest.

Der Anwalt der beiden Beschuldigten, Alexej Baranwski, erklärte am Mittwoch, eine ballistische Untersuchung habe gezeigt, dass alle drei Verbrechen mit der gleichen Waffe begangen worden seien. Dies zeige, dass seine Mandanten unschuldig seien, da sie zum Zeitpunkt des Attentats auf Richter Eduard Tschuwaschow am Montag in Haft waren.

Die russische Justiz äusserte sich zunächst nicht zu den Angaben des Anwalts. Der ermordete Richter hatte vor mehreren Monaten Mitglieder einer russischen Neonazi-Gruppe verurteilt. Schon während des Verfahrens habe der Richter Drohungen erhalten, berichtete die Bürgerrechtsgruppe Sowa, die rassistisch motivierte Verbrechen dokumentiert. (dapd)

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