Sicherheit am Lauberhorn: Drei Netztypen verhindern schwierige Verletzungen

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SicherheitsmassnahmenDrei Netztypen sollen schwere Verletzungen am Lauberhorn verhindern

Die jungen Reporter von Younews haben einen Pistenverantwortlichen der Lauberhorn-Rennen über die Sicherheitsmassnahmen ausgefragt. 

von
Désirée Benz
(aus Wengen)
Jeremy Nakyagaba
(aus Wengen)
Sven Forster
(aus Wengen)

Darum gehts

  • Bei den Lauberhorn-Rennen ist die Sicherheit ein grosses Thema. 

  • Zwei Nachwuchs-Journis haben nachgefragt, wie man die Strecke sichert. 

  • Es ist keine einfache Aufgabe und braucht viel Material. 

Drei Rennen in drei Tagen – die Helfer am Lauberhorn hatten in den vergangenen Tagen respektive haben in den nächsten Tagen sehr viel zu tun. Die Piste muss trotz Wetterkapriolen in einem guten Zustand sein. Doch nicht nur auf der Strecke muss viel gearbeitet werden, sondern auch Abseits der Piste.

Die Sicherheit der Fahrer ist ein hohes Gut. Deshalb wird die Rennstrecke mit extrem vielen Netzen abgesichert. Doch was sind das genau für Netze? Die Jungjournalisten von Younews haben sich mit 20 Minuten bei den Verantwortlichen umgehört. So etwa auch bei Niklaus Niederhäuser, der von drei Netztypen spricht. 

Netz muss gespannt sein

An besonders gefährlichen Orten mit erhöhter Sturzgefahr wird mit den A-Netzen gearbeitet. Diese sind nicht nur im Boden verankert, sondern auch noch an Masten festgemacht. Viel wird auch mit den roten B-Netzen gearbeitet, die nur in den Boden gebohrt werden. An ungefährlichen Stellen wird dann mit den tieferen blauen Zuschauernetzen, auch Zuschauerzaun, gearbeitet – so können die Fans mehr von der Strecke sehen. 

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Jeremy, Lili, Layla und Désirée (v.l.) posierten für ein Foto mit Marco Odermatt. 

Jeremy, Lili, Layla und Désirée (v.l.) posierten für ein Foto mit Marco Odermatt. 

20 Minuten
Aber nicht nur Fotos wurden geknippst. Auch Interviews geführt, wie zum Beispiel mit Justin Murisier …

Aber nicht nur Fotos wurden geknippst. Auch Interviews geführt, wie zum Beispiel mit Justin Murisier …

20 Minuten
… und Stefan Rogentin.

… und Stefan Rogentin.

20 Minuten

Doch was ist der wichtigste Teil der Arbeit. Niederhäuser sagt: «Wenn man das Netz aufstellt, muss man beachten, dass es auch spannt. Die Fahrer kommen mit so einem hohen Tempo, es darf also nicht reissen.» Ausserdem sei es wichtig, dass es viel Bodenkontakt gibt, damit die Fahrer nicht plötzlich unten durchrutschen. Nicht überall ist das Anbringen der Netze besonders einfach. In den steilen Passagen, wo man mit Steigeisen arbeiten muss, sei es körperlich anstrengend, so Niederhäuser. Deutlich mehr als zehn Kilometer Netz wird für die Rennen gespannt. Zum Vergleich: Die Abfahrtsstrecke ist fast 4,5 Kilometer lang.

Das Vertrauen der Fahrer in die Sicherheitsmassnahmen ist da. «Im Grossen und Ganzen fühle ich mich sehr sicher», meint zum Beispiel Stefan Rogentin auf die Frage der Younews-Journis. Angst dürfe er ja eigentlich sowieso nicht haben. Ein gewisser Respekt sei jedoch natürlich angebracht. Dass die Pistenarbeiter eine sichere und schnelle Piste am Freitag und Samstag zustande bringen, davon ist Rogentin überzeugt. «Sie haben bislang eine Super-Arbeit geleistet.» 

Younews

In dieser Woche konnten Jugendliche erneut hinter die Kulissen der wichtigsten Schweizer Medienhäuser schauen und gemeinsam mit Profis Artikel schreiben, Videos drehen, Radio-Shows moderieren oder auf Social-Media-Plattformen Storys posten. «Blick» und 20 Minuten machten für die Lauberhorn-Rennen gemeinsame Sache. Vier Jugendliche machten sich auf den Weg nach Wengen, interviewten Fahrer und recherchierten jeweils in einer Zweiergruppe eine Geschichte. 

Auch Niels Hintermann ist von der Arbeit der zahlreichen Freiwilligen angetan. «Hut ab vor dieser Leistung.»  Was die Crews in den letzten Tagen und auch die nächsten Tage machen müssen, sei eindrucksvoll. Hintermann, der Trainingsschnellste vom Mittwoch, meint: «Es ist abnormal, was es für ein logistisches Mastermind braucht, um dann auf Tag X, dem Rennen, bereit zu sein. 

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