Aktualisiert 09.12.2007 14:43

Drei neue Stadien für Biel

Die Stadt Biel erhält voraussichtlich bis 2012 drei neue Stadien für Fussball, Eishockey und Curling. Die Stimmberechtigten haben am Sonntag die Ampeln für das Grossprojekt mit deutlichem Mehr auf Grün gestellt.

Zu befinden hatten sie über die Grundlagen für das Grossprojekt, nämlich über die notwendige Änderung der Bauordnung, den Landerwerb und die Erschliessung für das Gebiet Bözingenfeld-West, die Abtretung des Baurechts an die privaten Investoren und einen Kredit von 27,5 Mio. Franken für die Erschliessung des heute zu einem grossen Teil landwirtschaftlich genutzten Gebietes.

Alle Vorlagen wurde mit Ja-Anteilen zwischen 72 und 75 Prozent gutgeheissen, die Stimmbeteiligung betrug 27,16 Prozent.

Die Bielerinnen und Bieler gaben damit grünes Licht für das wohl umfangreichste Bauprojekt in der Geschichte der Stadt. Auf dem Bözingenfeld sollen ein Fussballstadion mit 6000 Plätzen, weitere Fussballfelder, eine Eishalle mit 7000 Plätzen und eine Curlinghalle gebaut werden.

Public-Private-Partnership

Zur Realisierung ist die Stadt eine so genannte Public-Private- Partnership eingegangen. Die Stadt stellt das Land im Baurecht zur Verfügung, die Generalunternehmung HRS baut das Eis- und das Fussballstadion. Im Gegenzug kann sie die Mantelhülle der Stadien zur Unterbringung von Büro- und Gewerbebetriebe nutzen.

Die Gesamtkosten betragen rund 80 Mio. Franken, davon entfallen 25 Mio. auf das Fussballstadion und 45 Mio. auf die Eishalle mit Curlingbahn.

Finanziert wird das Projekt über die Abgabe des Landes im Baurecht an die Totalunternehmerin HRS AG (42,7 Mio.), kantonale Subventionen (12 Mio.), den Verkauf des bisherigen Fussballstadions als Bauland (10 Mio.) sowie den Ertrag aus einem Landverkauf an die Firma Rolex in der benachbarten Industriezone (14,4 Mio.).

Nach dem Volks-Ja soll bereits 2008 mit dem Bau begeonnen werden. Opposition ist keine in Sicht, die Grünen haben eine Einsprache zurückgezogen. In Betrieb gehen soll der Sportkomplex 2011 oder 2012.

Klares Ja zu Voranschlag und Bauordnung Linde

Mit 6058 gegen 1763 Stimmen gutgeheissen haben die Stimmenden auch den städtischen Voranschlag 2008. Er sieht bei einem Aufwand von 328,9 Mio. Franken ein Defizit von 11,7 Mio. Franken vor. Die Steueranlage bleibt unverändert.

Mit 6582 zu 1337 Stimmen sagte das Volk auch Ja zur Teiländerung der baurechtlichen Grundordnung im Gebiet der Klinik «Linde». Damit sind die baurechtlichen Grundlagen geschaffen, damit die Klinik einen neuen Operationstrakt und eine Siedlung für Pflege- und Reha- Dienstleistungen realisieren kann.

(sda)

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