Kein Tor geschossen: Drei Niederlagen in einer Woche für den FCL
Aktualisiert

Kein Tor geschossenDrei Niederlagen in einer Woche für den FCL

Luzern steht nur dank der guten Vorrunde noch auf Platz 5 der Tabelle. In der Rückrunde ist die Mannschaft von Trainer Carlos Bernegger völlig aus dem Takt geraten.

von
Eva Tedesco

FCL-Präsident Ruedi Stäger zur bescheidenen Woche mit drei Niederlagen und dem Kahraba-Rausschmiss. (Video: 20 Minuten)

Die Bilanz der Innerschweizer in der zweiten Saisonhälfte liest sich wie ein Grusel-Roman: Von 27 möglichen Punkten aus den bisher neun Spielen in der Rückrunde hat der FCL lediglich sieben Pünktchen geholt. Zwei Siegen (Aarau, FCZ) steht ein Remis (in St. Gallen) gegenüber. Auf dem guten 5. Tabellenplatz stehen die Luzerner nur dank den 32 Punkten, die sie sich in der Vorrunde gesichert hatten.

Mit viel Elan war der FCL in die Saison 2013/14 gestartet und schloss die erste Saisonhälfte sensationell auf dem zweiten Tabellenplatz ab. Nach den Weihnachtsferien geriet der FCL aber total aus dem Takt. Die 0:2-Niederlage gegen den FC Basel am Sonntag war die sechste Pleite nach der Winterpause. Die dritte innert einer Woche!

Null Punkte, null Tore

Es waren acht Tage einfach nur zum Vergessen für den FCL. Drei Spiele, null Punkte, null Tore und zudem das Aus im Schweizer Cup – schlechter geht es nicht mehr. Begonnen hat die Nullnummern-Revue letzten Sonntag bei SL-Schlusslicht Lausanne (0:1). Am Mittwoch verlor man den Cup-Halbfinal in Basel 0:1 und vier Tage später musste sich Luzern dem Meister auch in der Meisterschaft (0:2) geschlagen geben.

«Es gibt auch gar nichts schön zu reden nach so einer Woche. Drei Niederlagen, kein Tor geschossen, das ist eine bittere Woche für uns, aber auch die gehören zum Fussball dazu», sagt David Zibung. Der 30-jährige FCL-Keeper war zumindest an der zweiten Pleite gegen den FCB innert vier Tagen nicht ganz unschuldig. Zibung sah beim Führungstreffer von Giovanni Sio schlecht aus.

Zibung leitet Niederlage ein

«Den muss ich halten. Das ist ganz klar mein Fehler. Das Tor muss ich auf meine Kappe nehmen. Das hat unserem Spiel den Knacks gegeben. Aber wir hatten genügend Chancen, das Spiel zu gewinnen und haben sie nicht verwertet. Basel kommt aus keiner Chance zu diesem Goal. Das ist im Moment der grösste Unterschied zwischen Basel und Luzern. Bei ihnen geht der Ball ins Tor und sie profitieren von den Fehlern der Gegner. Wir werden die Woche gut nützen, um die Fehler zu analysieren, sie anzusprechen, um dann am Sonntag in Bern eine Reaktion auf diese bescheidene Woche zu zeigen.»

In Bern kommt es gegen YB zum Krisengipfel. Denn auch die Berner befinden sich im Sinkflug, haben keines ihrer letzten fünf Meisterschaftsspiele gewonnen. Zuletzt verlor YB am Samstag in Aarau 1:2. «Das sind Schlagworte für die Medien», sagt Zibung, «wir müssen unsere Arbeit machen. Für uns ist es ein Spiel, in dem es darum geht, an einem direkten Konkurrenten dranzubleiben, und wir werden uns auf diese Sachen konzentrieren. Aber ich bin überzeugt, mit so einer Leistung wie am Sonntag werden wir in den kommenden Spielen zu unseren Punkten kommen.»

Zu viele Nebenschauplätze

Themen, wie die von Sportchef Alex Frei künstlich angeheizte Prämien-Diskussion und der Rauswurf von Mamoud Kahraba wegen Disziplinlosigkeit gegenüber Trainer und Mitspielern, fördern diese Leistung nicht gerade. Präsident Rudolf Stäger winkt aber ab und sagt: «Bei uns ist alles gut, ausser den Resultaten, die nicht stimmen.» Man wird es lesen oder hören, denn die einzige Garantie beim FCL ist der oder sind dide «Maulwürfe» in der Kabine der Blauweissen, der bzw. die konstant die Medien mit den Internas füttert.

Deine Meinung