Eurovision Song Contest: Drei Paradiesvögel fliegen nach Stockholm
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Eurovision Song ContestDrei Paradiesvögel fliegen nach Stockholm

Der Eurovision Song Contest ist berüchtigt für seine exzentrischen Kandidaten. Dieses Jahr sind nur wenige schräge Vögel dabei.

von
mor

Kommenden Dienstag beginnt in Stockholm der 61. Eurovision Song Contest. Was haben wir an diesem Event nicht schon alles zu hören und vor allem auch zu sehen bekommen! Die legendäre Musiksause war in den letzten zehn Jahren geprägt von Glitzer, Pailletten-Kleidern und aussergewöhnlichen Interpreten. Nicht selten waren es eben auch jene Paradiesvögel, die den Contest am Schluss für sich entschieden. Wir erinnern uns: Kandidaten wie Lordi (eine irre finnische Heavy-Metal-Band, die vor zehn Jahren den Wettbewerb gewann) oder Conchita Wurst (die Dame mit Bart aus Österreich).

Video: Mit dem Song «Hard Rock Hallelujah» grölten und schrien sich Lordi 2006 in Baku zum Sieg.

(Quelle: Youtube/Eurovision Song Contest)

Dieses Jahr scheinen die Bewerber jedoch weniger auf ausgefallene Songs und Outfits zu setzen. Vielmehr sind im Kandidatenfeld starke Stimmen, wunderschöne Menschen und grosse Dance-Pop-Hymnen zu finden. Nur wenige ESC-Anwärter stechen 2016 aus der Masse heraus – drei davon stellen wir Ihnen vor:

Rumänien: Ovidiu Anton – «Moments of Silence»

Der rumänische Singer-Songwriter Ovidiu Anton erinnert vom Typ her an den Sänger von Unheilig, einfach mit mehr Kajal um die Augen. Der Song «Moments of Silence» kommt auch entsprechend düster daher. Anton hätte dem Kandidatenfeld mit seinem Leder-Nieten-Gothik-Look einen mysteriösen Touch verliehen. Die Betonung liegt hierbei auf «hätte». Da Rumänien noch offene Rechnungen bei der European Broadcasting Union (EBU) hat, wurde das Land im April vom Wettbewerb disqualifiziert.

(Quelle: Youtube/TVR)

Deutschland: Jamie-Lee Kriewitz – «Ghost»

Deutschland schickt die 18-jährige Jamie-Lee Kriewitz nach Schweden. Warum die «The Voice of Germany»-Gewinnerin auffällt? Jaime-Lee ist Manga-Fan und kleidet sich entsprechend, heisst: Sie trägt ausgefallene Frisuren und Kleider. Trotzdem: Ihr Song «Ghost» ist ziemlich belanglos. Die Sängerin musste sich sogar vorwerfen lassen, sie habe sich bei diesem Lied ein wenig zu fest von Rihannas Überhit «Umbrella» inspirieren lassen.

(Quelle: Youtube/Eurovision Song Contest)

Serbien: ZAA Sanja Vui – Goodbye (Shelter)

Serbien wird in diesem Jahr von der Sängerin ZAA Sanja Vui vertreten. Die 23-Jährige performte bei der serbischen Vorentscheidung ihren Song «Goodbye (Shelter)» derart inbrünstig, dass sie beinahe vergass, ins Mikrofon zu singen. Ach ja, herausragen tut sie eigentlich vor allem deshalb, weil sie aussieht wie Amy Winehouse. Das wäre es dann auch schon.

(Quelle: Youtube/ Eurovision Song Contest)

Ob die Schweizer ESC-Hoffnung Rykka aus der Masse herausragen kann, wird sich spätestens am 12. Mai am zweiten Halbfinal zeigen. Zumindest wird die 30-Jährige durch ihre Haarfarbe auffallen. Diese wechselte die schweizerisch-kanadische Doppelbürgerin kurz vor der Abreise nach Stockholm von Blond auf Türkis.

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