Biathlon: Drei positive A-Proben im Biathlon

Aktualisiert

BiathlonDrei positive A-Proben im Biathlon

Kurz vor den Olympischen Spielen bahnt sich ein Doping-Skandal an. Der Biathlon-Weltverband machte drei positive A-Proben von Athleten aus Russland und Litauen öffentlich. Namen wurden keine genannt.

von
hua

Die Internationale Biathlon Union (IBU) schloss die betroffenen Biathleten provisorisch von allen IBU-Wettkämpfen aus und informierte das Internationale Olympische Komitee über die Vorfälle. Die positiven Proben waren bei Kontrollen während der Wettkampfpause zwischen Weihnachten und Neujahr genommen worden. Über die Art der festgestellten Substanz machte die IBU keine Angaben. Ob die Athleten endgültig gesperrt werden, wird erst nach Öffnung der B-Proben und einer Anhörung entschieden. Bis dahin werden auch Namen, die Geschlecht und Nationalität der Betroffenen nicht veröffentlicht.

Die Meldung löste vor allem bei den Russen Hektik aus. Die nationale Biathlon Union berief sofort eine Sondersitzung ein. «Das Team bereitet sich auf Sotschi so gewissenhaft vor wie noch nie auf Olympischen Winterspiele», liess sich Russlands Sportminister Witali Mutko in den Medien zitieren. Brisant an der Geschichte ist, dass russische Athleten auch für den letzten Doping-Skandal im Biathlon verantwortlich waren. Vor gut fünf Jahren wurde das damalige Weltklasse-Trio Albina Achatowa, Jekaterina Jurjewa und Dimitri Jaroschenko des EPO-Missbrauchs überführt. Bei den anstehenden Spielen gehören die Russen zum erweiterten Favoritenkreis. Die Hoffnungen auf Medaillen sind gross. (hua/si)

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