Mildes Urteil: Drei Rennen auf Bewährung für Silberpfeile

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Mildes UrteilDrei Rennen auf Bewährung für Silberpfeile

In der FIA-Zentrale in Paris kam das World Motor Sport Council, der Weltrat des Internationalen Automobilverbandes FIA, im Fall «Hamilton und McLaren» zu einem milden Urteil: Das Team wurde für drei GPs suspendiert - bedingt auf ein Jahr.

Der Formel-1-Rennstall McLaren-Mercedes ist damit wegen der «Lügen-Affäre» zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Im Falle weiterer Verstösse gegen das Regelwerk in den kommenden zwölf Monaten wird das Team für drei Rennen gesperrt.

Kein kompletter WM-Ausschluss

Boxenfunk-Mitschnitte beim Überholmanöver mit Jarno Trulli hatten McLaren-Mercedes-Pilot Lewis Hamilton und McLaren- Sportdirektor Dave Ryan nach dem Saisonauftakt in Australien der Falsch-Aussage vor den Renn-Kommissären überführt. Nachdem Hamilton und der inzwischen entlassene Ryan nach dem Melbourne-GP am 29. März und später bei einer zweiten Anhörung in Kuala Lumpur die Rennkommissäre der FIA erneut belogen hatten, drohte den Silberpfeilen eine Strafe, die von einer Busse über eine Sperre für ein oder mehrere Rennen bis zum kompletten WM-Ausschluss hätte reichen können.

«Nachdem wir die offene und ehrliche Aussage von McLaren Teamchef Martin Whitmarsh gegenüber dem WMSC gehört haben und die Veränderung der Kultur innerhalb der Organisation gesehen haben, hat sich der WMSC entschieden, die Anwendung der Strafe, die er für angemessen hielt, auszusetzen», hiess es in einer Erklärung des FIA-Gerichtshofs.

Neuer Teamchef zeigte sich geständig

Mag sein, dass der Rücktritt von McLarens Vorsitzendem, Ron Dennis, der vor zwei Wochen von allen seinen Formel-1-Ämtern zurücktrat, sich auf den Urteilsspruch auswirkte. Zudem habe sich sein Nachfolger, McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh, am Mittwoch vor dem Weltrat reuig, einsichtig und geständig gezeigt.

(si/pre)

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