Aktualisiert 13.02.2009 09:16

BiathlonDrei Russen des Dopings überführt

Die Biathlon-WM in Pyeongchang (SKor) hat ihren ersten Dopingskandal, noch ehe der Anlass begonnen hat.

Die drei russischen Weltklasse-Athleten Albina Achatowa, Jekaterina Jurjewa und Dimitri Jaroschenko sind des Dopings überführt worden. Das Trio wurde nach Bekanntgabe der positiven B-Proben in Abwesenheit von der Internationalen Biathlon-Union (IBU) gesperrt. Bereits in der Nacht nach Bekanntwerden ihrer Vergehen verliessen sie das Land fluchtartig Richtung Moskau. Dort soll nach Angaben des russischen Cheftrainers Wladimir Alikin eine Kommission über harte Sanktionen befinden.

IBU-Präsident Anders Besseberg zeigte sich am Freitag schockiert über den grössten Dopingfall in der Geschichte des Verbandes und kündigte eine Intensivierung der Anti-Dopingarbeit an. "Das Ziel ist, so schnell wie möglich alle Fakten auf den Tisch zu bringen. Im Unterschied zu bisherigen Dopingfällen handelt es sich diesmal um systematisches Doping in grossem Umfang in einer unserer stärksten Nationen", sagte er.

Die IBU gab bekannt, dass bei Jurjewa und Jaroschenko in zwei beim Weltcup in Östersund (Sd) genommenen Doping-Proben verbotene Substanzen gefunden wurden. Achatowa wurde ebenfalls beim Weltcup-Auftakt Anfang Dezember einmal positiv getestet. Die gefundenen Substanzen nannte der Verband aus juristischen Gründen nicht. Es soll sich um ein russisches EPO-Präparat der dritten Generation handeln. Das Strafmass kann nach den neuen Regeln der Welt-Antidoping-Agentur WADA bis zu vier Jahre betragen.

(si)

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