Ranking: Drei Schweizer Firmen in den Top Ten

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RankingDrei Schweizer Firmen in den Top Ten

Roche, Nestlé und Novartis zählen zu den gewinnstärksten Konzernen Europas. US-Konzerne haben weltweit aber nach wie vor die Nase vorn.

von
jros
Der Pharmagigant auf Platz 3: Aussenansicht des Roche-Turms (Roche Bau 1) der Architekten Herzog & de Meuron. (Archivbild)

Der Pharmagigant auf Platz 3: Aussenansicht des Roche-Turms (Roche Bau 1) der Architekten Herzog & de Meuron. (Archivbild)

Keystone/Georgios Kefalas

Der deutsche Autokonzern Daimler hat im vergangenen Jahr beim Betriebsergebnis die Top Ten der europäischen Unternehmen angeführt, wie aus einer heute veröffentlichten Analyse der Beratungsgesellschaft Ernst & Young hervorgeht. Der Autohersteller erzielte 2015 mit 13,2 Milliarden Euro den europaweit höchsten Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit). Auf Platz zwei kam der Brauereikonzern AB Inbev mit einem operativen Ergebnis von 12,8 Milliarden Euro.

Rang drei: Pharmakonzern Roche mit 12,7 Milliarden Euro. Auf Platz vier folgt der Nahrungsmittelgigant Nestlé mit einem Ebit von 11,4 Milliarden Euro. Unter den zehn gewinnträchtigsten Konzernen Europas befindet sich auch noch der Basler Pharmariese Novartis mit einem Betriebsgewinn von 8,3 Milliarden Euro.

Der Umsatz der europäischen Top-Konzerne ging insgesamt um vier Prozent zurück, der Gesamtgewinn brach um 14 Prozent ein. Laut der Untersuchung wies Volkswagen im vergangenen Jahr wegen der Abgaskrise mit einem operativen Minus von rund 4,1 Milliarden Euro den zweithöchsten Verlust in Europa aus. Einen noch grösseren Fehlbetrag habe es beim Ölkonzern BP gegeben.

US-Konzerne haben die Nase vorn

Deutlich profitabler sind US-Konzerne. Die Spitze führt hier der iPhone-Hersteller Apple an mit einem Betriebsgewinn von 71,2 Milliarden Dollar vor der Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway (38,2 Milliarden Dollar) und dem Telekomkonzern Verizon (33,1 Milliarden Dollar). Der europäische Spitzenreiter Daimler wäre mit seinem Betriebsgewinn nicht mal unter den Top Ten in Amerika.

Nach der Auswertung von Ernst & Young war kein Konzern der «New Economy» – etwa aus der Branche der Kommunikationstechnologien – im Gewinnranking unter den europäischen Top Ten.

Anders ist das in den USA: Apple steht dort an der Spitze, weitere IT-Konzerne gehören dazu. Die Berater hatten die Bilanzen der jeweils 300 umsatzstärksten börsenkotierten Unternehmen in Europa und den USA analysiert – ohne Banken und Versicherungen. (jros/sda)

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