Aktualisiert 11.06.2008 14:13

UrteilDrei Todesopfer - Zwei Jahre für Raser

Ein 23-jähriger Raser ist von einem Genfer Geschworenengericht zu zwei Jahren Gefängnis bedingt verurteilt worden. Er war im Jahr 2004 an einer Verfolgungsjagd beteiligt, die für drei Menschen tödlich endete.

Der Staatsanwalt hatte den Mann der eventualvorsätzlichen Tötung bezichtigt, da er mit seinem Verhalten das Risiko eines tödlichen Unfalls bewusst eingegangen sei. Die Geschworenen beurteilten dies anders und sprachen ihn von diesem Vorwurf frei.

Verurteilt wurde er wegen schweren Verstössen gegen das Strassenverkehrsgesetz. Das Gericht betonte die Schwere der begangenen Verstösse. Gleichzeitig gewährten ihm die Geschworenen wegen seines «ehrlichen Bedauerns» Strafmilderung.

Bei der Verfolgungsjagd Ende Oktober 2004 hatten drei junge Erwachsene auf einer Strasse bei Genf das Leben verloren. Der angeklagte Raser war mit dem Wagen seines Vaters unterwegs, als er mit einem Freund eine Verfolgungsjagd startete.

Teilweise mit bis zu 150 km/h schossen sie über Dorf- und Quartierstrassen im Kanton Genf. Bei der Genfer Ortschaft Vésenaz kam es zum Drama. Der Freund des nun verurteilten Mannes verlor die Kontrolle über seinen Boliden und fuhr in einen Baum. Dabei wurden er uns seine zwei Mitfahrer tödlich verletzt.

(sda)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.