Drei überraschende Newcomer
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Drei überraschende Newcomer

Der Kanton Zürich schickt sieben neue Köpfe nach Bern. Drei von ihnen fallen besonders auf.

Die Jüngste: Chantal Galladé (30) ist die einzige Frau unter den Zürcher Neulingen und die jüngste der neuen Delegation. Der Wahlerfolg kam für die Winterthurer Berufsschullehrerin und SP-Kantonsrätin (seit 1997) überraschend: «Das ist ein riesiger Vertrauensbeweis.» Sie setzt sich unter anderem für eine Verbesserung der Jugendbildung und der Lehrstellensituation ein. Um sich ganz auf die neue Aufgabe zu konzentrieren, tritt Chantal Galladé im November aus dem Kantonsrat zurück.

Der Prominenteste: Der frühere «Arena»-Moderator und Chefredaktor von SF DRS Filippo Leutenegger (50) kann kaum über zu wenig Popularität klagen. «Das war sicher eine Voraussetzung, aber ich wurde nicht nur darum gewählt, sondern auch dank meines klaren Programms», betont der FDP-Neuling, der der Partei erst Mitte 2002 beigetreten war. Im Zentrum steht für den Chef der Mediengruppe Jean Frey AG eine konsequente Wirtschaftspolitik mit mehr Eigenverantwortung zur Wahrung des Wohlstands in der Schweiz.

Der Unerwartetste: Der weitgehend unbekannte Markus Wäfler (54) ist der erste Zürcher Vertreter der Eidgenössisch-Demokratischen Union (EDU). Der Agrotechniker aus dem Zürcher Unterland sitzt für die christlich-konservative Rechts-Partei im Zürcher Verfassungsrat. «Die Wahl ist ein Auftrag von Gott, und ich danke ihm dafür», sagt Wäfler. Die EDU tritt gegen die Drogenliberalisierung und gleichgeschlechtliche Partnerschaften an.

Ale×s Král

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