Dreiste Jugendgangs am See – Kritik an der Stadtpolizei
Aktualisiert

Dreiste Jugendgangs am See – Kritik an der Stadtpolizei

Jugendgangs versetzen die Zürcher Bootsvermieter in Angst und Schrecken: An der Seepromenade wird gestohlen und randaliert. Jetzt werden Vorwürfe gegenüber der Stadtpolizei laut.

Walter von Matt, Pächter der gleichnamigen Bootsvermietung an der Seepromenade, ist aufgebracht: «Alles haben sie verwüstet», schimpft er. Unbekannte sind in der Nacht auf gestern in seine Bootsvermietung eingestiegen und haben ein Riesenchaos hinterlassen. «Der Kühlschrank war leergeräumt und jeder Behälter aufgerissen», sagt Von Matt. Auch im Restaurant Pumpstation waren Diebe am Werk, fanden aber kein Geld. «Die Einbrüche und Vandalenakte haben massiv zugenommen», sagt Geschäftsführerin Nora Nigg.

Die Täter, da sind sich die Betroffenen einig, seien Jugendliche. «Es formieren sich richtige Gangs an der Promenade», sagt Martin Gusset, Pächter vom Lago. Die Teenager würden sich betrinken, klauen und randalieren. Doch die Polizei verschliesse die Augen: «Die taucht erst auf, wenn wir sie rufen», sagt Gusset.

Walter von Matt und seine Ehefrau trauen sich im Dunkeln kaum mehr nach Hause. Und bei der Vermietung Bürkliplatz sind diesen Sommer zehn Boote gestohlen worden. «Jetzt muss etwas gehen», sagt Gusset. Und Nigg fordert: «Die Polizei soll endlich auch nachts präsent sein.» Bei der Stadtpolizei heisst es auf Anfrage: «Wir können nicht vor jeder Bootsvemietung einen Polizisten stationieren.»

Romina Lenzlinger

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