«Gewaltepidemie» in Rom: Dritte Ausländerin innert zehn Tagen vergewaltigt
Publiziert

«Gewaltepidemie» in RomDritte Ausländerin innert zehn Tagen vergewaltigt

Eine Deutsche wird im Zentrum von Rom zusammengeschlagen und vergewaltigt. Es ist der dritte Fall in nur wenigen Tagen. Politiker sind alarmiert.

von
kle
1 / 3
Unweit der berühmten Piazza del Popolo wurde am 17. September 2017 eine Deutsche (57) vergewaltigt.

Unweit der berühmten Piazza del Popolo wurde am 17. September 2017 eine Deutsche (57) vergewaltigt.

AP/Massimo Percossi
Ein Taxifahrer entdeckte das Opfer auf der Strasse liegend, nackt und gefesselt.

Ein Taxifahrer entdeckte das Opfer auf der Strasse liegend, nackt und gefesselt.

AP/Massimo Percossi
Roms Bürgermeisterin Virginia Raggi ist alarmiert. Es ist der dritte Vergewaltigungsfall innert zehn Tagen.

Roms Bürgermeisterin Virginia Raggi ist alarmiert. Es ist der dritte Vergewaltigungsfall innert zehn Tagen.

epa/Giorgio Onorati

Im Herzen von Rom, unweit der berühmten Piazza del Popolo, hat ein Taxifahrer in der Nacht auf Sonntag eine nackte Frau mit gefesselten Händen gefunden. Sie lag mitten auf der Strasse und habe vor Schmerzen gestöhnt. «Sie stand unter Schock und zitterte am ganzen Körper. Ich legte meine Jacke über sie und rief eine Ambulanz», erzählt der Taxifahrer dem «Corriere della Sera».

Beim Opfer handelt es sich um eine 57-jährige Deutsche ohne festen Wohnort. Der Polizei erzählte die Frau, sie sei von einem rund 20-jährigen Mann zusammengeschlagen und vergewaltigt worden. «Er packte mich an den Haaren. Ich konnte zunächst entkommen, aber er fasste mich wieder und band mir die Hände zusammen, dann missbrauchte er mich sexuell.» Der Täter soll nach Angaben des Opfers «ein hellhäutiger Mann aus Osteuropa» sein.

In Rom geht eine «Gewaltepidemie» um

Der jüngste Fall lässt laut «Corriere del Ticino» bei der römischen Sicherheitsbehörde die Alarmglocken läuten. Es ist der dritte Vergewaltigungsfall innert zehn Tagen. Zuvor war eine 20 Jahre alte Finnin beim Bahnhof Termini von einem gleichaltrigen Bengalen vergewaltigt worden, kurz danach meldete eine Belgierin einen Vergewaltigungsversuch beim Kapitolplatz. Der Täter soll ein junger Israeli gewesen sein.

Die Situation sei «inakzeptabel und ungeheuer», sagte Roms Bürgermeisterin Virginia Raggi. Keine Tat werde «ungestraft» bleiben, versprach sie. In noch schärferen Tönen äusserte sich der Chef der rechtspopulistischen Lega Nord, Matteo Salvini: Er spricht von einer «Gewaltepidemie», Rom sei «ein Niemandsland».

Das deutsche Opfer wird derzeit im Spital Santo Spirito behandelt.

Deine Meinung