Ruwani (5): Dritter Elefant stirbt im Zoo Zürich am Herpesvirus

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Ruwani (5)Dritter Elefant stirbt im Zoo Zürich am Herpesvirus

Erneut ist im Zoo Zürich ein Elefant am Herpesvirus gestorben. Am Samstagmorgen erlag die fünfjährige Elefantenkuh Ruwani der Krankheit. 

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Elefantenkuh Ruwani starb am 23. Juli am Herpesvirus.

Elefantenkuh Ruwani starb am 23. Juli am Herpesvirus.

Zoo Zürich/Enzo Franchini
Elefantenkuh Omysha ist am 11. Juli 2022 nach einer schweren Viruserkrankung gestorben.

Elefantenkuh Omysha ist am 11. Juli 2022 nach einer schweren Viruserkrankung gestorben.

Zoo Zürich, Enzo Franchini
Ihr Bruder Umesh ist Ende Juni am selben «Elephant Endotheliotropic Herpes Virus» verstorben.

Ihr Bruder Umesh ist Ende Juni am selben «Elephant Endotheliotropic Herpes Virus» verstorben.

Zoo Zürich, Enzo Franchini

Darum gehts

  • Im Zoo Zürich ist ein dritter Elefant am Herpesvirus gestorben.

  • Die Elefantenkuh Ruwani wurde fünf Jahre alt.

  • Ruwani zeigte keine Krankheitsanzeichen bis kurz vor ihrem Tod.

Die fünfjährige Elefantenkuh Ruwani ist am Samstagmorgen an den Folgen des für Elefanten typischen Elefantenherpesvirus verstorben, wie der Zoo Zürich in einer Medienmitteilung schreibt. Es ist bereits der dritte Elefant, der an den Folgen der Viruserkrankung ums Leben kam. Zuvor starben die Elefanten Umesh und Omysha im Zoo Zürich.

«Einen dritten Elefanten in so kurzer Zeit an dieses gefürchtete Virus zu verlieren, ist ein tragischer Verlust für den Zoo Zürich», sagt Zoodirektor Severin Dressen.

Ruwani zeigte bis am Freitag keine Krankheitsanzeichen. In den Tagen davor hatte ihre Virenlast zwischen erhöhten und wieder niedrigeren Werten geschwankt.

Ruwani war mit antiviralen Medikamenten behandelt worden

Ende Juni war Elefantenbulle Umesh, knapp zwei Wochen später Elefantenkuh Omysha gestorben, nachdem sie am sogenannten Endotheliotropen Elefantenherpesvirus (EEHV) erkrankten.

Ruwani bildete zusammen mit ihrer Mutter Farha und Grossmutter Ceyla-Himali eine der beiden matriarchalen Elefantengruppen im Zoo Zürich. Umesh und Omysha bildeten zusammen mit ihrer Mutter Indi und Schwester Chandra die andere Gruppe.

Um einen Ausbruch der Herpeskrankheit zu verhindern, startete der Zoo bei Ruwani früh eine begleitende Behandlung mit antiviralen Medikamenten. «Die Behandlung eines an den Folgen des Elefantenherpesvirus erkrankten Tieres mit antiviralen Medikamenten ist nach aktuellem Wissensstand die erfolgversprechendste Therapie», beurteilt Willem Schaftenaar, tierärztlicher Berater des Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes EEP für Asiatische Elefanten und ehemaliger Tierarzt des Zoos in Rotterdam, das Vorgehen der Tierärzte und Tierärztinnen im Zoo Zürich. «Leider sind die Erfolgsaussichten aber immer noch gering», sagt Schaftenaar weiter.

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(fur)

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