Aktualisiert 27.09.2004 10:55

Dritter Lindh-Prozess auf November angesetzt

Stockholm Der Oberste Gerichtshof Schwedens hat den dritten Prozess zum Mord an Aussenministerin Anna Lindh für Mitte November angesetzt. Das teilte das Gericht am Montag in Stockholm mit.

Gegen den Attentäter Mijailo Mijailovic soll demnach am 10., 11. und 12. November verhandelt werden. Das Oberlandesgericht hatte den 25-Jährigen in geschlossene Psychiatrie eingewiesen, worauf die Staatsanwaltschaft, der Verurteilte selbst sowie Lindhs Witwer Bo Holmberg als Nebenkläger Berufung einlegten.

In erster Instanz war Mijailovic wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Er hatte Lindh am 10. September 2003 im Stockholmer NK-Kaufhaus niedergestochen und nach seiner Festnahme «den Zwang innerer Stimmen» als Motiv angegeben.

Wegen Selbstmordgefahr wird Mijailovic seit zwei Wochen in einem Spital unter permanenter Beobachtung gehalten. Der Sohn serbischer Zuwanderer wurde auf eigenes Bestreben aus der schwedischen Staatsbürgerschaft entlassen. Als Motiv gilt der Wunsch, eine etwaige Strafe im dritten Prozess in Serbien verbüssen zu können.

(sda)

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