Aktualisiert 07.04.2005 17:00

Dritter Tollwutpatient gestorben

In Deutschland ist auch der dritte durch Spenderorgane erkrankte Tollwutpatient gestorben.

Trotz einer neuartigen Therapie starb der 45-Jährige in der Nacht zum Donnerstag an Herz-Kreislauf-Versagen.

Das teilte das Universitätsspital Marburg mit. Knapp acht Wochen lang war er auf der Intensivstation behandelt worden. Der Mann hatte in der Neujahrsnacht Niere und Bauchspeicheldrüse einer Spenderin erhalten, die sich vermutlich in Indien mit dem tödlichen Virus angesteckt hatte.

Weitere Organempfänger in Hannover und Hannoversch Münden waren bereits im Februar gestorben. Erstmals in Deutschland waren damit Menschen durch Tollwut-verseuchte Spenderorgane ums Leben gekommen. Insgesamt hatten sechs Patienten Organe der infizierten jungen Frau erhalten, drei von ihnen erkrankten.

(sda)

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