Aktualisiert 28.02.2012 19:32

Den Verletzungen erlegen

Drittes Opfer nach Amoklauf an US-Schule

Ein Schüler hat an einer High School im US-Bundesstaat Ohio Angst und Schrecken verbreitet. Urplötzlich hat er das Feuer auf Mitschüler eröffnet und drei von ihnen getötet.

Nach der Schiesserei an einer High School im US-Staat Ohio sind inzwischen drei Schüler gestorben. Nach einem 17-jährigen Schüler starb am Dienstag ein weiterer 16-jähriger Junge, wie der Sender CNN unter Berufung auf die Eltern des Jungen berichtete. Bereits am Montag, wenige Stunden nach der Tat, war ein 16-Jähriger seinen Verletzungen erlegen.

Der als Mitschüler der Verletzten bezeichnete mutmassliche Täter sei rund einen Kilometer von der Schule entfernt festgenommen worden, sagte eine Sprecherin der US-Bundespolizei FBI. Er habe sich in der Nähe seines Autos aufgehalten, hiess es.

Plötzlich das Feuer eröffnet

Der Schütze eröffnete das Feuer Zeugenberichten zufolge kurz nach Unterrichtsbeginn. Sie habe sich in der Cafeteria aufgehalten, als sie und andere Schüler knallende Geräusche gehört hätten, sagte die 17-jährige Schülerin der Chardon High School, Heather Ziska. Dann habe sie einen Jungen hereinkommen sehen, den sie als Mitschüler erkannt habe und der dann das Feuer eröffnet habe.

«Alle rannten den Flur herunter und schrien»

«Alle sind sofort losgerannt», sagte die 17-jährige Megan Hennessy, die gerade im Unterricht war, als sie die lauten Geräusche hörte. «Alle rannten den Flur herunter und schrien.» Auf Fernsehbildern waren Krankenwagen zu sehen sowie verängstigte Eltern, die Kinder vom Schulgebäude wegbrachten. Auch ein Rettungshubschrauber war im Einsatz. Andere Schulen in der Umgebung wurden ebenfalls abgeriegelt.

«Wir haben keine aktuellen Informationen über die Schüler», sagte vor der Nachricht vom Tod einer der Jugendlichen eine Sprecherin der Schule. «Unsere Gedanken und Gebete sind mit ihnen. Wir machen uns grosse Sorgen.»

Chardon ist ein Ort mit rund 5000 Einwohnern und liegt etwa 50 Kilometer östlich der Stadt Cleveland. Rund 1100 Schüler besuchen die Chardon High School.

«Sterbt, ihr alle»

Den Medien zufolge wurde der Täter als «verschlossen» beschrieben. Weiter hiess es, er habe in «dunklen» Facebook-Einträgen über Einsamkeit und den Wunsch nach Anerkennung gesprochen. Eine Mitteilung Ende Dezember habe mit dem Satz geendet: «Sterbt, ihr alle.»

Die Familie des mutmasslichen Schützen liess über einen Anwalt mitteilen, dass der Teenager die Tat zutiefst bereue.

(Video: Youtube/3efyi) (dapd)

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