Schweizer Stars im Ausland – Drmic schiesst kroatische Liga kurz und klein, Shaqiri bleibt bei Sieg blass
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Schweizer Stars im AuslandDrmic schiesst kroatische Liga kurz und klein, Shaqiri bleibt bei Sieg blass

Was zeigten die Schweizer Fussballer in den ausländischen Ligen an diesem Wochenende? Manche patzten, andere machten mit mehreren Toren auf sich aufmerksam für die Schweizer Nati. Eine Übersicht.

von
Nils Hänggi
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Noah Okafor erzielte am Wochenende das Tor für Red Bull Salzburg. Für einen Sieg reichte dieses aber nicht.

Noah Okafor erzielte am Wochenende das Tor für Red Bull Salzburg. Für einen Sieg reichte dieses aber nicht.

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Für Josip Drmic lief es noch besser. Er traf beim 3:3 im kroatischen Spitzenkampf für Rijeka gegen Dinamo Zagreb doppelt. 

Für Josip Drmic lief es noch besser. Er traf beim 3:3 im kroatischen Spitzenkampf für Rijeka gegen Dinamo Zagreb doppelt.

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Silvan Widmer hatte am Samstagnachmittag keinen guten Tag erwischt. Er patzte mehrmals. 

Silvan Widmer hatte am Samstagnachmittag keinen guten Tag erwischt. Er patzte mehrmals.

Bernd Thissen/dpa

Darum gehts

  • Viel war los an diesem Wochenende bei den Schweizern, die im Ausland spielen.

  • Josip Drmic erzielte zwei Treffer.

  • BVB-Goalie Gregor Kobel und Mainz-Verteidiger Silvan Widmer patzten.

Die Länderspielpause war vorbei, der Alltag in den Ligen stand wieder an. Wer in den letzten Wochen ein wenig Pause hatte, war Josip Drmic. Der 29-Jährige wurde von Nati-Coach Murat Yakin nicht aufgeboten und hatte wohl ein wenig Wut im Bauch. Denn: Drmic traf beim 3:3 im kroatischen Spitzenkampf für Rijeka gegen Dinamo Zagreb doppelt. Sein Club liegt nun nach elf Runden mit einem Punkt Vorsprung vor Dinamo Zagreb an der Spitze der Tabelle. Und Drmic? Der ist in absoluter Top-Form! In neun Spielen schoss er neun Tore, zwei weitere legte er auf.

Auch Michael Frey wurde nicht von Yakin für die Nati-Spiele aufgeboten. Vor den Spielen der Nationalmannschaft gelangen dem Stürmer zwölf Tore in zehn Spielen. Am Wochenende traf er jedoch nicht, die Folge: Sein Club Royal Antwerpen verlor sogleich mit 1:2 gegen Zulte Waregem. Einer, der aufgeboten worden ist, war Cedric Itten. Für den Fürth-Stürmer und seine Fürther sieht es jedoch ganz, ganz düster aus.

Nach nur einem Punkt aus acht Bundesligaspielen stellt sich nicht nur die Frage, gegen wen diese Mannschaft eigentlich überhaupt gewinnen soll? Sondern auch, ob Fürth schon jetzt ein hoffnungsloser Fall im Kampf um den Klassenerhalt ist? Nach acht Spieltagen hat der Club erst einen Punkt auf dem Konto. Alle drei Vereine, die zuvor in der Historie zum gleichen Zeitpunkt nur einen Punkt hatten, stiegen am Saisonende auch ab.

Kobel und Widmer patzen

Besser lief es derweil für Borussia Dortmund mit Gregor Kobel und Manuel Akanji. Wenn auch der Dortmund-Goalie, der wegen einer Verletzung die Nati-Spiele verpasst hatte, patzte. Beim 3:1-Sieg gegen Mainz spielte der 23-Jährige den Ball direkt in die Füsse eines Gegenspielers. Die Folge: Mainz schoss den Ehrentreffer. Schlechter lief es für Silvan Widmer. Bei gleich zwei BVB-Treffern der Dortmunder sah der Nati-Star unglücklich aus. Zuerst verursachte er einen Handpenalty, in der Nachspielzeit verlor er den Ball an der Mittellinie. Bitter!

Kevin Mbabu und Renato Steffen werden sich derweil fragen, wann sie aus dem schlechten Traum namens Abwärtsspirale aufwachen. Wolfsburg startete stark in die Saison, liess zuletzt aber rapide nach. Nach der Pleite gegen Urs Fischers Union Berlin warten die Wolfsburger nun seit sechs Pflichtspielen auf einen Sieg.

Nati-Star Djibril Sow wird sich hingegen verwundert die Augen reiben. Vor der Nati-Pause besiegte er mit Frankfurt die Bayern, nun verlor er gegen Krisen-Hertha mit 1:2. Die Gladbach-Schweizer Denis Zakaria, Yann Sommer, Nico Elvedi und Breel Embolo agierten beim 1:1 gegen Stuttgart mit viel Einsatz, aber glücklos. Besonders bitter: Ein Sieg wäre ein Muss gewesen, traten die Schwaben doch ersatzgeschwächt auf. Wegen Corona-Fällen und Verletzungen mussten sie zehn Spieler ersetzen!

Okafor verfehlt mit Salzburg Rekord

Und Nati-Star Xherdan Shaqiri? Der wurde beim 2:0-Sieg über Monaco nach 67. Spielminuten ausgewechselt. Blieb blass – die Tore fielen, als er auf der Bank sass. Die «L’Equipe» kritisierte daraufhin den Mann, der bei den letzten Nati-Spielen so sehr überzeugte: «Als er ausgewechselt wurde, gab es ein neues Kräfteverhältnis. Das unterstreicht, wie enttäuschend Shaqiri seit seinem Transfer ist.» Die Worte der französischen Sportbibel sind sehr hart. Schliesslich schoss der 30-Jährige in dieser Saison schon ein Tor, bereitete ein weiteres vor und überzeugte immer wieder durch intelligente Pässe!

Der Schweizer U-21-Youngster Noah Okafor kam mit Red Bull Salzburg derweil nur zu einem 1:1 gegen Altach. Dem 21-Jährigen gelang dabei das einzige Salzburger Tor. Aber ob er sich darüber sehr freuen wird? Schliesslich gab der Serienmeister durch das Remis in der elften Runde erstmals Punkte ab, womit er den Bundesliga-Startrekord von elf Siegen en suite verpasste. Und nicht nur den: Die Salzburger schafften es auch nicht, den saisonübergreifenden Serien-Rekord, den sie sich nun mit 14 Siegen en suite mit Rapid (1987) teilen, auszubauen.

Remo Freuler, der vor ein paar Tagen erstmals Vater wurde, hatte nun noch einen weiteren Grund zur Freude. Beim 4:1-Sieg gegen Empoli ist der Nati-Star in der 39. Minute eingewechselt worden.

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