Aktualisiert 30.11.2011 08:47

Abschied von Chelsea

Drogba und die Verlockung des Geldes

Nach sieben Jahren will Didier Drogba den FC Chelsea verlassen. Der Torjäger hat viele Optionen. Gemäss seinem Berater wechselt der Ivorer aber dorthin, wo es am meisten Kohle gibt.

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pre
Didier Drogba hat mit dem Kapitel Chelsea offenbar endgültig abgeschlossen. (Bild: Keystone)

Didier Drogba hat mit dem Kapitel Chelsea offenbar endgültig abgeschlossen. (Bild: Keystone)

Der Vertrag von Didier Drogba läuft am Ende der aktuellen Saison aus und noch ist unklar, wohin es den Ivorer zieht. Bei Chelsea zu bleiben, kommt für den langjährigen Publikumsliebling an der «Stamford Bridge» jedenfalls nicht mehr in Frage. Nach sieben erfolgreichen Jahren in Londen möchte der 33-Jährige einen letzten lukrativen Vertrag unterschreiben. Spätestens im Sommer ist er also weg.

Zwar wollten die «Blues» den Kontrakt mit ihrem Torjäger verlängern, doch der Stürmer schlug das Angebot aus. Anstatt des offerierten Einjahres-Vertrags wollte Drogba offenbar mindestens zwei weitere Jahre in London bleiben.

Nun brodelt es gewaltig in der Gerüchteküche. Milan-Vizepräsident Adriano Galliani streckt bereits seine Fühler nach dem Chelsea-Stürmer aus. «Ich war schon von Drogba begeistert, als er noch bei Marseille spielte», schwärmt er. Milan soll sich auch bereits bei den «Blues» nach einem möglichen Transfer des Ivorers erkundigt haben.

Drogbas Agent Thierno Seydi hat das Milan-Interesse gegenüber dem «Daily Mirror» bestätigt, den Italienern aber eine Absage erteilt. «Die AC Milan hat sich nach Didier erkundigt, aber ich habe abgelehnt. Das Angebot, ihn mit einer Kaufoption auszuleihen, hat uns nicht interessiert», so Seydi.

Anschi oder Galaxy? Hauptsache Kohle!

Es scheint, als erliege Drogba wie schon Samuel Eto'o, der im Sommer von Inter Mailand zum neureichen Russen-Klub Anschi Machachtschkala gewechselt war, den Verlockungen des Geldes. «In seinem Alter muss er sich als Spieler nicht mehr beweisen. Didier wird dorthingehen, wo es vom finanziellen Standpunkt aus am besten für ihn ist», sagt Berater Seydi ohne grosse Umschweife.

LA Galaxy sei «eine Möglichkeit». Vom Beckham-Klub liegt Drogba offenbar ein lukratives Angebot vor. Es könne aber auch «nach Katar, Russland oder irgendwo nach Asien gehen», sagt Seydi. Das wird Eto'o-Klub Anschi Machatschkala gerne hören. Der Verein aus der russischen Krisenregion Dagestan bot Drogba zuletzt rund zwölf Millionen Euro Gehalt. Nicht ganz so viel, wie Eto'o kassiert, finanziell aber durchaus interessant.

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