Nach Rücktritt: Drogen-Polizist-Chef: Volk bestimmt Nachfolger
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Nach RücktrittDrogen-Polizist-Chef: Volk bestimmt Nachfolger

In der Stadt Zofingen wird das Volk die Nachfolge des am Samstag zurückgetretenen Stadtrates Herbert H. Scholl (FDP) bestimmen. Scholl war erst am vorletzten Sonntag im Amt bestätigt worden. Er hatte auch eine sogenannte Wahlannahmeerklärung unterzeichnet.

Daher wird der SVP-Kandidat Stefan Giezendanner nicht automatisch in die Exekutive nachrücken, wie aus einer Medienmitteilung der Zofinger Stadtregierung vom Montag hervorgeht. Giezendanner hatte bei der Gesamterneuerungswahl vom 9. August das absolute Mehr erreicht. Er schied jedoch als überzählig aus.

Die lokalen Medien hatten am Montag darüber spekuliert, ob Scholl die Wahl für seine zweite Legislaturperiode überhaupt angenommen habe. Falls nicht, gelte der SVP-Kandidat als gewählt. Stefan Giezendanner ist der Sohn von SVP-Nationalrat Ulrich Giezendanner.

Gemäss Stadtrat liegt jedoch eine formelle Wahlannahmeerklärung von Scholl vor. Jede Kandidatin und jeder Kandidat habe bereits bei der Anmeldung der Stadtratswahlen eine Wahlannahmeerklärung unterzeichnet.

Zudem hätten alle sieben gewählten Mitglieder des Stadtrates in der vergangenen Woche eine zusätzliche Annahmeerklärung eingereicht. Wann die Ersatzwahl für den freigewordenen FDP-Sitz stattfindet, steht noch nicht fest.

Scholl war als Reaktion auf die mutmasslichen Drogendelikte des suspendierten Chefs der Regionalpolizei Zofingen am Samstag per sofort zurückgetreten. Scholl war als Stadtrat für das Ressort Sicherheit und für die Anstellung des in Untersuchungshaft sitzenden Polizeichefs zuständig.

(sda)

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