Mexiko: Drogenbanden ermorden Menschenrechtler
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MexikoDrogenbanden ermorden Menschenrechtler

Im Norden Mexikos haben Drogenbanden den Leiter einer Menschenrechtsorganisation brutal ermordet. Der 66- jährige Paz Rodríguez Ortiz wurde von Kugeln durchsiebt, als er am Tag zuvor mit seinem Auto in Nuevo Casas Grandes im Bundestaat Chihuahua unterwegs war.

Seine Frau, die ebenfalls im Wagen sass, blieb unverletzt, wie die Staatsanwaltschaft am Samstag mitteilte. Rodríguez Ortiz leitete den Angaben zufolge eine örtliche Organisation, die Angehörige von Entführungsopfern unterstützt. Der Menschenrechtler hatte 2008 bereits einen Sohn bei einem Attentat verloren und erhielt seit einiger Zeit Morddrohungen.

Durch die Kämpfe rivalisierender Drogenkartelle in Nordmexiko sind in diesem Jahr nach einer Aufstellung der Zeitung «El Universal» bereits mehr Menschen ums Leben gekommen als im gesamten Vorjahr. Demnach starben seit Jahresbeginn 5637 Menschen.

Der am schwersten betroffenen Bundesstaat ist Chihuahua an der Grenze zu den USA. Dort fielen mehr als 2400 Menschen der alltäglichen Gewalt der Drogenbanden zum Opfer.

Der Drogenmafia werden rund 14 000 Morde seit Amtsantritt des konservativen Präsidenten Felipe Calderón Ende 2006 angelastet. Im Zuge ihrer Offensive gegen das organisierte Verbrechen hat die mexikanische Regierung 50'000 Soldaten an mehrere Brennpunkte des Landes entsandt.

(sda)

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