Bezirksgericht Zürich: Drogenhändler verurteilt
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Bezirksgericht ZürichDrogenhändler verurteilt

Ein 41-jähriger Kaufmann aus dem Zürcher Unterland hat mit dem Handel von Marihuana und Haschisch einen Umsatz von rund 2,4 Mio. Franken gemacht. Das Zürcher Bezirksgericht verurteilte ihn am Montag zu 30 Monaten teilbedingt; 6 Monate muss er ins Gefängnis.

Das Urteil fiel bedeutend milder aus, als es die Staatsanwältin gefordert hatte. Diese ging von einem schweren Verschulden aus und verlangte wegen Drogenhandels, Geldwäscherei und Steuerbetrugs eine Freiheitsstrafe von sechs Jahren. Ausserdem forderte sie, dass der Angeklagte 1,8 Mio. Franken aus dem unrechtmässig erworbenen Gewinn dem Kanton abliefert.

Der 41-Jährige hatte zwischen Ende 2004 und Dezember 2007 einen schwunghaften Handel mit Haschisch und Marihuana aufgezogen. Laut Anklage soll er über 400 Kilogramm Marihuana und 100 Kilogramm Haschisch weiterverkauft haben. Dabei konnte der Schweizer einen persönlichen Gewinn von über 262 000 Franken erzielen.

Gegen den Angeklagten sprachen vor Gericht vor allem auch zwei Vorstrafen. So war er bereits 1992 wegen Drogenhandels zu einer unbedingte Gefängnisstrafe von drei Jahren und neun Monaten verurteilt worden. Im Februar 2004 erhielt er vom Bezirksgericht Dielsdorf zudem eine bedingten Strafe von sechs Monaten.

Er sei überzeugt gewesen, dass der Handel mit Cannbis bald legalisiert werde, sagte der 41-Jährige vor dem Gericht. Er habe sich auch im Komitee der Hanfinitiative stark eingesetzt und fest mit einer Gesetzesänderung gerechnet.

Strafmildernd wirkte sich das umfassende Geständnis des Mannes aus. Neben der teilbedingten Freiheitsstrafe von 30 Monaten, davon 24 auf Bewährung, muss der Angeklagte dem Kanton Zürich rund 100'000 Franken aus dem unrechtmässig erzielten Gewinn abliefern.

(sda)

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