Aktualisiert 25.06.2009 09:05

Mexiko am ScheidewegDrogenkartelle gefährden Demokratie

Im Kampf gegen das organisierte Verbrechen sieht der mexikanische Präsident Felipe Calderón die Zukunft der Demokratie auf dem Spiel. Zu lange sei die Drogenkriminalität toleriert worden.

Das kritisierte Calderón am Mittwoch auf einer Konferenz über Sicherheitsfragen in Mexiko-Stadt. Jetzt gehe es um den Bestand der repräsentativen Institutionen.

Eineinhalb Wochen vor den Zwischenwahlen am 5. Juli stehe Mexiko am Scheideweg, sagte der konservative Politiker. Seit seinem Amtsantritt im Dezember 2006 seien mehr als 10 800 Menschen dem organisierten Verbrechen zum Opfer gefallen. «Es ist keine Option für Mexiko, den Kopf abzuwenden und wie manche Politiker so zu tun, als ob man das Verbrechen vor Augen nicht sieht.» In einigen Regionen gebe es eine beständige Rekrutierung von neuen Kräften für die Drogenkartelle. Zielgruppe seien junge Menschen ohne Hoffnung, Familie und Überzeugungen. (dapd)

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