Drogenschnelltests haben sich in Basel durchgesetzt
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Drogenschnelltests haben sich in Basel durchgesetzt

Der umstrittene Drogenschnelltest Drugwipe hat sich in Basel bewährt. Der Polizei gingen im laufenden Jahr bereits 51 «verladene» Lenker ins Netz.

Vor ihrer Einführung Anfang 2005 wurden die Drugwipe-Tests als unzuverlässig und untauglich kritisiert. Nach einem halben Jahr im Einsatz ziehen nun sowohl die Basler Polizei als auch das Institut für Rechtsmedizin grundsätzlich eine positive Bilanz.

«Wir haben dieses Jahr für beide Basel bereits 100 Fälle mit Verdacht auf Drogenkonsum untersucht», sagt Gerichtschemiker Thomas Briellmann. Dabei konnte etwa in 62 Fällen, bei

denen die Tests Kokain anzeigten, 59 Mal auch Kokain nachgewiesen werden. Bei Cannabis wurde sogar jeder positive Test bestätigt.

«Der Test ist für die Polizei aber nur ein weiteres Indiz für allfälligen Drogenkonsum und hilft, einen Verdacht zu bestätigen», so Briellmann. Anhand einer Speichelprobe wird dabei untersucht, ob der Verdächtige in den letzten Stunden Drogen konsumiert hat.

«Für uns ist dies eine Erleichterung», sagt der Basler Polizeisprecher André Auderset. Die schnelle Drogenkontrolle zeigt auch in der Anzahl verzeigter Personen Wirkung. Wurden letztes Jahr in Basel 58 Personen wegen Fahrens unter Drogeneinfluss aus dem Verkehr gezogen, sind es nach sechs Monaten im 2005 bereits 51.

Christian Degen

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