Drogentests bald auch in Basel und Zürich möglich
Aktualisiert

Drogentests bald auch in Basel und Zürich möglich

In je einer Zürcher und einer Basler Apotheke sollen bald Ecstasy, Kokain oder Speed ganz legal getestet werden können.

Seit Anfang Jahr kann man in der Bahnhofsapotheke Solothurn die verschiedensten Drogen auf ihre Inhaltsstoffe testen lassen. Grund: Es gibt immer wieder Personen, die gestreckte Drogen zu sich nehmen und sich vergiften.

Solche Apotheken-Dienstleistungen sollen laut der Initiantin Eve&Rave, einem Verein zur Förderung von Partykultur und Minderung der Drogenproblematik, nun auch in anderen Städten möglich werden. «Es wäre gut, wenn man in jeder grösseren Stadt in mindestens einer Apotheke Pillen zur Analyse abgeben könnte», sagt Präsident Roger Liggenstorfer.

Vorerst sind laut Liggenstorfer aber nur Apotheken in Basel und in Zürich interessiert. Die Bewilligung sei nur noch Formsache, so dass man in diesen Städten schon bald sein «Dope» testen lassen kann und die Resultate mit einem entsprechenden Code ein bis zwei Wochen später auf dem Internet einsehbar sind.

Alex Bücheli vom Stadtzürcher Sozialdepartement findet die Idee grundsätzlich gut. Ganz anders sieht dies SVP-Gemeinderat Mauro Tuena: Er befürchtet laut «Schweiz aktuell», dass Dealer solche Dienstleistungen missbrauchen, um ihre Drogen zu zertifizieren und sie so besser verkaufen zu können.

Nico Menzato

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