Neues mobiles Labor: Drogentests werden nun ausgebaut
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Neues mobiles LaborDrogentests werden nun ausgebaut

Das mobile Berner Labor für Drogentests stösst bei seinen Einsätzen ans Limit: Eine zweite Analysemaschine soll nun Abhilfe schaffen.

von
Saraina von Grünigen

«Zu Spitzenzeiten mussten wir Leute zeitlich vertrösten oder sogar abweisen, weil wir ausgelastet waren», sagt Hans-Jörg Helmlin vom Kantonsapothekeramt Bern, Betreiber des mobilen Labors für Drogentests. Dies sei weder für die Partygänger noch für die Crew befriedigend. Deshalb muss jetzt eine zweite Drogen-Analysemaschine her: «Damit können wir unsere Kapazitäten verdoppeln und pro Stunde bis zu sechs Analysen durchführen.»

Gemäss Helmlin wird der Drogenkonsum an Partys immer gefährlicher. «Einerseits gibt es immer mehr neuartige Substanzen, andererseits ist auch der Mischkonsum gestiegen.» Wenn die Ergebnisse der Analyse Anlass zur Besorgnis geben, warnt die Crew des Präventionsteams die Konsumenten. «Wir nehmen aber niemandem die Drogen weg, sondern geben Infos und Erfahrungen weiter», erklärt Helmlin. Die Konsumenten seien grösstenteils einsichtig. «Bei einer grösseren Anzahl durchgeführter Tests sind die Chancen höher, eine exotische Substanz zu erwischen», so Helmlin.

Das erweiterte Labor kommt erstmals diesen Samstag in Roggwil an der Mythos-Party zum Einsatz.

Gratis-Drogentest gegen Fragebogen

Zusammen mit Sozialarbeitern gehen Berner Apotheker des Pharmazeutischen Kontrolllabors mit ihrem mobilen Labor an Partys, um dort kostenlos die Drogen der Raver zu testen. Wer mitmacht, verpflichtet sich, während dem Test mit den Sozialarbeitern einen Fragebogen zum eigenen Konsumverhalten auszufüllen. Das Präventionsprojekt ist hauptsächlich an Partys im Raum Zürich ­anzutreffen, es ist aber auch im Kanton Bern aktiv.

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