«Absoluter Schwachsinn»: Drogist weigert sich, Kindermasken zu verkaufen
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«Absoluter Schwachsinn»Drogist weigert sich, Kindermasken zu verkaufen

Der Inhaber einer Drogerie in Wädenswil hat Kindermasken aus dem Sortiment genommen. Der Inhaber findet Masken für Kinder «absoluten Schwachsinn».

von
Monira Djurdjevic
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Der Inhaber einer Drogerie in Wädenswil hat sich entschieden, keine Masken für Kinder zu verkaufen. 

Der Inhaber einer Drogerie in Wädenswil hat sich entschieden, keine Masken für Kinder zu verkaufen.

Als Info für die Kunden hat er vor ein paar Tagen in seinem Laden in Wädenswil einen Zettel bei der Kasse hingehängt.

Als Info für die Kunden hat er vor ein paar Tagen in seinem Laden in Wädenswil einen Zettel bei der Kasse hingehängt.

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Gegenüber 20 Minuten sagt er: «Nach reiflicher Überlegung verzichten wir auf den Verkauf und stehen komplett hinter dieser Entscheidung.»  

Gegenüber 20 Minuten sagt er: «Nach reiflicher Überlegung verzichten wir auf den Verkauf und stehen komplett hinter dieser Entscheidung.»

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Darum gehts

  • Der Inhaber einer Drogerie in Wädenswil ist überzeugt, dass sich Maskentragen bei Kindern negativ auf die Gesundheit auswirken kann.

  • Er verzichtet deshalb auf den Verkauf des Produkts.

  • Ein Experte sieht das anders.

Eine Drogerie im Kanton Zürich hat entschieden, Kinder-Hygienemasken aus dem Sortiment zu nehmen. Als Info für die Kunden hat Inhaber und Präsident des Zürcher Drogistenverbandes Julius Jezerniczky vor ein paar Tagen in seinem Laden in Wädenswil einen Zettel bei der Kasse hingehängt. Gegenüber 20 Minuten sagt er: «Nach reiflicher Überlegung verzichten wir auf den Verkauf und stehen komplett hinter dieser Entscheidung.»

Der Grund: «Es ist erwiesen, dass ein mehrstündiges Tragen von Hygienemasken, speziell bei Kindern, die Sauerstoffzufuhr negativ beeinträchtigt und auch Auswirkungen auf die Hirnfunktion und die Hirnentwicklung haben kann.» Neben den körperlichen Risiken seien laut Jezerniczky auch die psychischen Folgen nicht ausser Acht zu lassen. «Angst und Panik schwächt das Immunsystem. Auch hier steht das Nutzen in keinem Verhältnis zum Risiko.»

Jezerniczky betont: «Ich bin weder ein Corona-Leugner noch ein Verschwörungstheoretiker.» Er findet aber, dass der «behördliche Massnahmen-Aktionismus mittlerweile ein unerträgliches Ausmass angenommen» hat. «Eine staatlich, kantonal oder schulisch verordnete Maskenpflicht für Mittel- und Unterstufenschüler ist gelinde gesagt ein absoluter Schwachsinn und keineswegs zielführend», so der Drogist.

Wenn man Kindern den richtigen Umgang mit der Maske zeigt, sei ein Tragen unproblematisch, sagt Christoph Berger, Infektiologe am Kinderspital Zürich. Dieses Tragen von Masken muss man im Kontext mit dem übergeordneten Ziel sehen, dem Ziel, dass die obligatorischen Schulen weiterhin offen bleiben. «Wenn man eine Maskenpflicht ab der 4. Klasse gegenüber Schulschliessungen abwägt, haben Schulschliessungen mit Blick auf die Gesundheit schwere Folgen. Maskentragen für Kinder ist dann die Wahl», so Berger.

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Hier findest du Hilfe:

BAG-Infoline Coronavirus, Tel. 058 463 00 00

BAG-Infoline Covid-19-Impfung, Tel. 058 377 88 92

Dureschnufe.ch, Plattform für psychische Gesundheit rund um Corona

Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige

Pro Juventute, Tel. 147

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