US-Wahlkampf: Drohbrief an McCain enthielt Absender
Aktualisiert

US-WahlkampfDrohbrief an McCain enthielt Absender

Auf einen der Drohbriefe an das Büro des republikanischen Präsidentschaftskandidaten John McCain hat der mutmassliche Täter seinen Namen und seine Adresse auf das Kuvert geschrieben.

Wie die Justizbehörden an Freitag mitteilten, wurde einer der Briefe, der weisses Pulver enthielt, von einem 39-jährigen Mann aus dem US-Bundestaat Colorado mit seiner korrekten Adresse, einem Gefängnis, auf dem Kuvert aufgegeben. Dieser sitzt wegen Beleidigung und Bedrohung eines Polizisten in einem Gefängnis in Colorado ein.

Nach Angaben eines Sprechers des US-Geheimdienstes gab der mutmassliche Absender als Beweggrund für den Brief an, er habe seine Gefühle gegenüber der US-Regierung deutlich machen wollen. Sein Vater sei zur gleichen Zeit wie McCain im Vietnam-Krieg gewesen.

Er soll demnach kritisiert haben, dass sich die Regierung nicht um seinen Vater gekümmert habe, der unter Spätfolgen von dem im Krieg eingesetzten Unkrautvernichters Agent Orange litt.

In zwei Wahlkampfbüros von McCain waren am Donnerstag Drohbriefe mit einem weissen Pulver eingegangen. Die Mitarbeiter der Büros in Denver im US-Bundesstaat Colorado und Manchester im US-Bundesstaat New Hampshire wurden zur Untersuchung in Spitäler gebracht.

In den USA waren nach den Anschlägen vom 11. September 2001 fünf Menschen durch Briefe getötet worden, die Milzbrand-Erreger in Form von weissem Pulver enthielten. Trittbrettfahrer hatten daraufhin überall auf der Welt verdächtige Briefe mit weissem Pulver verschickt, die sich aber als harmlos erwiesen.

In jüngster Zeit machten die Angriffe in den USA erneut Schlagzeilen, nachdem der Wissenschaftler Selbstmord begangen hatte, der dafür verantwortlich gewesen sein soll. (sda)

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