Planungschaos bei Schalke: Drohen Schalke unzählige Abgänge bei Abstieg? Und was passiert mit Gross?
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Planungschaos bei SchalkeDrohen Schalke unzählige Abgänge bei Abstieg? Und was passiert mit Gross?

Bei Schalke 04 häufen sich die Probleme. Fans wollen das Stadion stürmen, gegen Dortmund verliert Schalke 0:4. Nun spekulieren deutsche Medien bereits über einen Gross-Nachfolger. Und das ist nicht alles.

von
Nils Hänggi
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Christian Gross hat es derzeit nicht leicht. Mit Schalke 04 steht er auf einem Abstiegsplatz in der Bundesliga. 

Christian Gross hat es derzeit nicht leicht. Mit Schalke 04 steht er auf einem Abstiegsplatz in der Bundesliga.

AFP
Nun spekulieren deutsche Medien bereits über einen Nachfolger. 

Nun spekulieren deutsche Medien bereits über einen Nachfolger.

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Zuletzt verlor Schalke 0:4 gegen Dortmund. 

Zuletzt verlor Schalke 0:4 gegen Dortmund.

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Darum gehts

  • Schalke 04 hat derzeit einen Haufen von Problemen.

  • Der Club steht auf einem Abstiegsplatz.

  • Nun spekulieren deutsche Medien bereits über einen Gross-Nachfolger.

  • Auch die Spieler haben es schwer, haben doch auch sie keine Planungs-Sicherheit.

Das Elend, es ist gross bei Schalke 04. Eine Niederlage nach der anderen, zuletzt gar eine 0:4-Pleite im Revierderby gegen den Erzrivalen Borussia Dortmund. Und nicht nur das. Nach der hohen Niederlage gegen den BVB hatten sich rund 300 Schalke-Anhänger vor dem Stadion versammelt, einige von ihnen wollten sich Zutritt verschaffen. Ähnliches Bild vor dem Spiel: Rund 20 Anhänger der Königsblauen waren vor dem Derby am Schalker Teamhotel aufgetaucht, um die Mannschaft zur Rede zu stellen.

Die Liste ist also lang. Und sie wird wohl noch länger. Schliesslich scheint es derzeit nicht so, als ob die Schalker Krise bald beendet ist. Zu uninspiriert sind die Auftritte der Mannschaft, zu planlos. Auch der Abstand zum rettenden Ufer wird immer grösser. Schalke liegt derzeit auf dem letzten Tabellenplatz, 9 Punkte von Platz 15 entfernt. Was muss also geschehen, dass die Situation besser wird? Tatsache ist: Weitere Unruhen sind sicherlich nicht förderlich. Doch genau die gibt es nun.

Über Nachfolger wird bereits spekuliert

Deutsche Zeitungen suchen nämlich derweil bereits einen Gross-Nachfolger. Einer der Kandidaten soll Trainer Steffen Baumgart vom Fussball-Zweitligisten SC Paderborn sein. Dieser will sich aber noch keine Gedanken über seine Zukunft über das Saisonende hinaus machen. «Ich bin momentan mit keinem Verein im Gespräch», sagte Baumgart dem «Westfalenblatt». Als weitere mögliche Kandidaten werden Domenico Tedesco (Spartak Moskau, Ex-Schalke) und Dimitrios Grammozis (Ex-Darmstadt) genannt.

Hinzu kommt: Die Ungewissheit der Zukunft. Solange nicht klar ist, in welcher Liga die Schalker nächste Saison spielen, ist die Planung schwer. Für Spieler und Verein. Der erste Gang in die Zweitklassigkeit seit 1987/88 würde grosse Auswirkungen auf die Teamstruktur haben – es drohen die Abgänge von mehr als 80 Prozent des aktuellen Kaderwerts. Wie «Transfermarkt» berichtet, würden bei einem Abstieg gleich mehrere Spieler mit einem Wert von rund 96,1 Millionen Euro bei den Königsblauen vor dem Aus stehen.

Zig Profis stehen vor dem Aus

Einerseits wären da die Profis mit einem auslaufenden Vertrag (Klaas-Jan Huntelaar, Skodran Mustafi, Nabil Bentaleb, Steven Skrybski, Alessandro Schöpf). Dann wären da noch die Leihspieler, die zu ihren Clubs zurückkehren (Sead Kolasinac, Frederik Rönnow, William, Kilian Ludewig, Gonçalo Paciência). Und zu guter Letzt wären gemäss der Transferplattform noch die Spieler, die bei einem Abstieg wohl verkauft werden müssten. Zu diesen Kandidaten sollen Suat Serdar, Mark Uth, Matija Nastasic, Salif Sané, Omar Mascarell und Amine Harit, der mit einem Marktwert von 12 Millionen Euro sehr wertvoll ist, gehören.

Es bleibt also spannend auf Schalke. Zumal der Nicht-Abstieg ja rechnerisch noch möglich ist. Fakt ist nur: Es wird schwer und die Schalke-Spieler sowie Gross müssen sich steigern. Denn: Gross stand bei Königsblau bisher neunmal an der Seitenlinie. Sechsmal verlor er. Erst einen Sieg feierte der 66-Jährige mit dem Verein, zweimal gab es ein Unentschieden. Zu wenig für den Nicht-Abstieg.

Dortmund kassiert Strafe wegen Corona-Verstössen

Die Dortmund-Fans empfingen die BVB-Spieler euphorisch.

Video: Twitter

Die Deutsche Fussball Liga (DFL) hat eine Geldbusse gegen Borussia Dortmund wegen Verstössen gegen Corona-Bestimmungen nach dem Revier-Derby beim FC Schalke 04 (4:0) ausgesprochen. Der Bundesligist teilte mit, die Strafe von 75’000 Euro zu akzeptieren. «Borussia Dortmund hatte sich bereits am Sonntagmorgen für das Verhalten einiger im Bus sitzender Spieler und vor dem Trainingsgelände feiernder Fans in aller Form entschuldigt», schrieb der Verein.

Vor dem Trainingsgelände der Dortmunder war es am Samstagabend nach der Rückkehr der Mannschaft aus Gelsenkirchen zu einer Ansammlung grösserer Fan-Gruppen gekommen. Spieler feierten zudem im Bus ohne Masken und filmten dies. «Es steht ausser Frage, dass es sich beim ‹Revierderby› um ein besonderes Spiel handelt. Dennoch trägt der Club die Verantwortung dafür, die Einhaltung der Regeln zu kontrollieren und zu überwachen», hiess es in einer DFL-Mitteilung. (nih/dpa)

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19 Kommentare
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urschweizer

23.02.2021, 16:36

Mich nimmt wunder, wer von den aufgeführten "namenlosen Profis" überhaupt noch irgendwo einen Job finden sollen. Bei mir würde ich keinen engagieren, die mit solch negativen Einstellungen wie in den letzten Spielen auf dem Platz herumirren. Die Geschäftsleitung soll sich mal auf ein Millionenminus einstellen und die Spieler für die zweite Liga auflaufen lassen - zu mind. 50% weniger Lohn. Nur so geht's ... Gross war ja nur bis Saisonende vorgesehen, und genau so verhält er sich auch. Da wundert mich nicht, dass die Spieler ihm keinen Gefallen tun und sich aufopfern ...

Herrmann

23.02.2021, 15:46

Huub Stevens sollte schnellstmöglich wieder zurück übernehmen! Das ist die einzige Rettungsmöglichkeit

Marco Gisler

23.02.2021, 15:43

Schalke steigt ab und wird für Jahre weg vom Fenster sein. Ich glaube, die werden aufpassen müssen, dass sie nicht direkt in die 3. Liga durchgereicht werden. Da ist ja nun keinerlei Substanz mehr vorhanden, egal auf welcher Ebene.