09.08.2015 20:08

«Whalecopter»

Drohne misst Atem der Wale im Vorbeiflug

Informationen zum Gesundheitszustand von Walen zu sammeln, ist nicht ganz einfach. Abhilfe schafft nun eine Drohne namens Whalecopter.

von
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Buckelwale sind im freien Meer zu Hause. Das macht es schwierig, sie zu untersuchen.

Buckelwale sind im freien Meer zu Hause. Das macht es schwierig, sie zu untersuchen.

Keystone/AP/Undersea Explorer, HO
Das Prozedere erleichtert künftig eine Forschungsdrohne namens Whalecopter.

Das Prozedere erleichtert künftig eine Forschungsdrohne namens Whalecopter.

Michael Moore/Woods Hole Oceanographic Institution
Diese kann im Flug Proben aus der als Fontäne ausgestossenen Atemluft von Walen ziehen.

Diese kann im Flug Proben aus der als Fontäne ausgestossenen Atemluft von Walen ziehen.

Michael Moore/Woods Hole Oceanographic Institution

Wer mehr über Wale herausfinden möchte, muss normalerweise nah an die Tiere heran. Doch weil die immer in Bewegung sind, gestaltete sich das Unterfangen bisher recht schwierig. Zudem stressen sich annähernde Menschen die Tiere.

Abhilfe schaffen soll künftig der sogenannte Whalecopter. Die von der Woods Hole Oceanographic Institution entwickelte Drohne kann im Flug Proben aus der Atemluft von Walen ziehen. Dafür muss sie nur einmal durch die von den Tieren ausgestossene Fontäne – den Blas – fliegen.

Keine Berührung nötig

Direkter Kontakt mit den Tieren wird damit überflüssig. Denn der Blas enthält genügend Erbgutinformationen, die sich für Verwandtschaftsanalysen heranziehen lassen. Zudem kann der Blas Auskunft über den Gesundheitszustand der Tiere geben.

Buckelwale überraschen Segler

Fliegt die Drohne nun über dem Wal, schlägt sich die mit hohem Druck ausgestossene und feuchte Luft auf einer Glasoberfläche an der Unterseite des Fluggeräts nieder und kann anschliessend von Forschern analysiert werden.

Dass der zusätzlich mit Kameras ausgestattete Whalecopter sowohl Mensch als auch Tier gute Dienst erweist, hat eine Pilotstudie vor Neuengland an 16 Buckelwalen gezeigt. In einem nächsten Schritt soll die Forschungsdrohne vor der antarktischen Halbinsel zum Einsatz kommen.

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