Seoul: Drohnen eindeutig aus Nordkorea
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SeoulDrohnen eindeutig aus Nordkorea

Die in Südkorea gefundenen Spionageflieger, sind tatsächlich in Pjöngjang gestartet. Dies belegen in den Wracks gefundenen Datenspeicher.

von
ale

Nach dem Fund dreier abgestürzter Drohnen in Südkorea hat sich nach Angaben der Regierung in Seoul der Verdacht bestätigt, dass sie von Nordkorea zu Spionagezwecken geschickt wurden. Unter anderem habe die Analyse der Datenspeicher an Bord ergeben, dass die unbemannten Flugzeuge in Nordkorea gestartet worden seien.

Das teilte das Verteidigungsministerium in Seoul am Donnerstag mit. Die Drohnen waren im März und April unweit der See- und Landesgrenze sichergestellt worden. Die Funde hatten in Südkorea vor allem angesichts zunehmender Spannungen zwischen beiden Ländern grosse Sorgen über die Zuverlässigkeit der Flugabwehr ausgelöst.

Experten bezeichnen die Drohnen einstimmig als extrem simple Konstruktionen. «Sie sind wie Spielzeug», erklärte Kim Hyoung-joong, Professor für Cyber-Verteidigung an der Universität Korea in Seoul, gegenüber Reuters. Ein deutscher Experte sprach gemäss «Spiegel Online» von «Modellbautechnik». «Man kann hier nicht von einem ernstzunehmenden unbemannten Flugsystem reden. Das sind eher ferngesteuerte Flugzeuge», wird der nicht namentlich genannte Sachverständige zitiert.

(ale/sda)

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