Weltmeisterschaft 2020: Drohnen fliegen virtuell durch Rapperswil
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Weltmeisterschaft 2020Drohnen fliegen virtuell durch Rapperswil

Beinahe wäre die Drohnen-Weltmeisterschaft dieses Jahr ins Wasser gefallen. Nun findet der spektakuläre Event aber trotzdem statt – digital.

von
Dominique Zeier

Das ist das Teaser-Video für den grossen Event am 3. und 4. Oktober.

Darum gehts

  • An diesem Wochenende finden die Finale der Drohnen-Weltmeisterschaft in Rapperswil statt.
  • Der Event musste aufgrund der Corona-Pandemie eigentlich abgesagt werden.
  • Die Organisatoren haben die WM aber retten können und sie in die digitale Welt verlegt.
  • Nun werden die Piloten in einer virtuellen Simulation durch Rapperswil fliegen.
  • Auch ein Schweizer Team kämpft um den Titel.

Jedes Jahr findet die von der Drone Champions League (DCL) organisierte Weltmeisterschaft im Drohnenfliegen statt. In diesem Jahr war geplant, das finale Rennen mit rund 10’000 Besuchern vor der schönen Kulisse des Schlosses in der Stadt Rapperswil abzuhalten. Dieser Anlass fiel aber wie so viele andere auch der Corona-Pandemie zum Opfer.

Dies bedeutet allerdings nicht, dass die Drohnen-Weltmeisterschaft ganz abgesagt werden muss, denn die Organisatoren haben eine elegante Lösung gefunden: Das Finale der DCL-Season wird dieses Jahr «digital über die Bildschirme der ganzen Welt flimmern», wie es in der Ankündigung des Events heisst.

«Grosses Glück»

«Es handelt sich dabei um grosses Glück», sagt Simon Elsener von Rapperswil Tourismus. «Die Simulation, die für das Finale benutzt wird, wurde erst Anfang dieses Jahres programmiert und fertig gestellt.» Ursprünglich habe es sich um ein Spiel handeln sollen, mit welchem die Piloten für die Tracks, auf welchen sie später fliegen, trainieren können. Nun kam das Trainingstool gerade gelegen.

«Wir wurde alle von Corona etwas überrumpelt», so Elsener. «Erst wussten wir nicht, ob wir diesen Herbst überhaupt fliegen können. Schliesslich haben wir uns für die digitale Variante entschieden.» Natürlich sei es schade, dass der Event nicht physisch stattfinden könne. Elsener ist aber dennoch zuversichtlich, dass die Weltmeisterschaft ein Erfolg sein wird: «Weltweit fiebern jeweils mehrere Millionen Menschen mit den Piloten mit. Das wird sich auch in der digitalen Ausgabe nicht ändern.»

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So sieht das virtuelle Rapperswil in der Drohnen-Simulation inklusive Zieltore, die durchflogen werden müssen, aus. 

So sieht das virtuelle Rapperswil in der Drohnen-Simulation inklusive Zieltore, die durchflogen werden müssen, aus.

Und so sah der Wettbewerb im Jahr 2018 in Rapperswil aus. 

Und so sah der Wettbewerb im Jahr 2018 in Rapperswil aus.

2020 muss der Event aufgrund der Corona-Pandemie allerdings digital stattfinden. 

2020 muss der Event aufgrund der Corona-Pandemie allerdings digital stattfinden.

Von Laax bis zur Chinesischen Mauer

Im Spiel, das für PC, Xbox und Playstation verfügbar ist, können die verschiedensten Trainings-Routen abgeflogen werden. So wurden Tracks von Laax bis zur Chinesischen Mauer darin genauestens nachgebaut. «Die Simulation wurde absichtlich so konzipiert, dass es für alle möglichen Zielgruppen passt», erklärt Benedikt Brandmeier, Head of Sales and Strategy bei der Drone Champions League. «Es eignet sich also für Drohnenpiloten, die gewohnt sind, echte Drohnen zu fliegen, genauso wie für Personen, die noch nie eine Drohnensteuerung in der Hand hatten.»

Tatsächlich könne im Spiel der Modus leicht angepasst werden. «Wir haben die Realität mit 90- bis 95-prozentiger Genauigkeit nachgebaut, aber auch einen Anfängermodus programmiert. So können Laien erst einmal mit Tastatur und Maus üben, Profis können aber auch echte Fernsteuerungen anschliessen und die virtuellen Drohnen so durch die Luft navigieren», so Brandmeier.

Natürlich sei es schade, dass der physische Event dieses Jahr nicht stattfinden könne. «Aber im Vergleich zu anderen Veranstaltungen haben wir Glück, dass wir dank dieser neuen Simulation dennoch eine Weltmeisterschaft durchführen können.»

Schweizer kämpfen um den Sieg

An der Weltmeisterschaft ist dieses Jahr auch das Schweizer Team «McDonald’s Wildcard Team» dabei. Dieses besteht aus den vier Piloten David Müller, Janis Jenkel, Joshua Baeriswyl und Daniel Blatter. Den drei erfolgreichsten Teams winken am Ende des Grand Prix ein Gewinn von insgesamt 50’000 Euro sowie Preise der DCL-Sponsoren, unter anderem von Breitling, McDonald’s, LAAX oder auch Zürich Tourismus und der Ostschweizer Fachhochschule OST.

Wer sich das Spektakel mit ansehen möchte, kann sich am 3. und 4. Oktober jeweils ab 16 Uhr auf Twitch oder Juked dazuschalten. Dann finden die Finale der «DLC World Championships 2020» statt.

Digital-Push

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So gehts: Installiere die neuste Version der 20-Minuten-App. Tippe unten rechts auf «Cockpit», dann «Einstellungen» und schliesslich auf «Push-Mitteilungen». Beim Punkt «Themen» tippst du «Digital» an – et voilà!

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