Unbewaffnet: Drohnen im Dienst der Blauhelme im Kongo

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UnbewaffnetDrohnen im Dienst der Blauhelme im Kongo

Die UNO will erstmals Drohnen für ihre Friedenstruppen einsetzen. Der UNO-Sicherheitsrat billigte am Freitag die Entsendung solcher unbemannter Flugzeuge in den Kongo.

Die Drohnen sollen allerdings nur aufklären, bewaffnet sind sie nicht. Zuerst werde es eine Versuchsphase geben. Die Nachbarländer seien über den Einsatz informiert.

Die Monusco genannte Mission im Kongo ist die mit Abstand grösste und teuerste Blauhelmtruppe der UNO. Mehr als 22'000 Mann sollen den Frieden in dem riesigen Gebiet wahren. Der Einsatz kostet jedes Jahr mehr als eine Milliarde Euro.

Drohne als Buschtelefon

Trotz des massiven Aufgebots kommt es immer wieder zu Überfällen auf Dörfer mit vielen Toten und Massenvergewaltigungen. Bislang erfuhren die UN-Truppen meistens erst davon, wenn die Marodeure längst wieder abgerückt waren. Die Aufklärung per Drohne soll das ändern.

Der Einsatz der Drohnen war nicht unumstritten. Vorbehalte hatten auch die Länder, die Soldaten in die Blauhelmtruppe entsenden. Hinter vorgehaltener Hand hiess es, sie fürchteten, dass ihre Soldaten nun öfter in Gefechte verwickelt werden. Bislang beklagt Monusco 161 Tote, 42 von ihnen waren zivile Mitarbeiter. (sda)

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