Kolumbianischer Präsident: Drohnen sind bei Amtseinführung verboten
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Kolumbianischer PräsidentDrohnen sind bei Amtseinführung verboten

Kolumbien vereidigt am Dienstag seinen neuen Präsidenten. Nach einem Bombenanschlag mit Drohnen im Nachbarland, herrschen noch strengere Sicherheitsvorkehrungen.

von
kko
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Machtwechsel in Kolumbien: Am 7. August 2018 wird der neue rechtsgerichtete Politiker Iván Duque als Präsident vereidigt. Es herrschen strenge Sicherheitsvorkehrungen. Drohnen etwa sind verboten.

Machtwechsel in Kolumbien: Am 7. August 2018 wird der neue rechtsgerichtete Politiker Iván Duque als Präsident vereidigt. Es herrschen strenge Sicherheitsvorkehrungen. Drohnen etwa sind verboten.

AFP/John Vizcaino
Hintergrund ist ein angeblicher Anschlagsversuch auf den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro am Samstag, der mit Drohnen ausgeübt wurde.

Hintergrund ist ein angeblicher Anschlagsversuch auf den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro am Samstag, der mit Drohnen ausgeübt wurde.

epa/Miguel Gutierrez
«Rund um den Präsidentenpalast Casa de Nariño ist die Benutzung von Drohnen verboten. Mit dieser Massnahme soll die Sicherheit bei der Amtseinführung des neuen Präsidenten Kolumbiens gewährleistet werden», teilte die Luftfahrtbehörde mit.

«Rund um den Präsidentenpalast Casa de Nariño ist die Benutzung von Drohnen verboten. Mit dieser Massnahme soll die Sicherheit bei der Amtseinführung des neuen Präsidenten Kolumbiens gewährleistet werden», teilte die Luftfahrtbehörde mit.

AFP/John Vizcaino

Der angebliche Anschlagsversuch gegen den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro hat Konsequenzen im benachbarten Kolumbien: Die dortige Luftfahrtbehörde untersagt den Einsatz von Drohnen beim Amtsantritt von Staatschef Iván Duque.

«Rund um den Präsidentenpalast Casa de Nariño ist die Benutzung von Drohnen verboten. Mit dieser Massnahme soll die Sicherheit bei der Amtseinführung des neuen Präsidenten Kolumbiens gewährleistet werden», teilte die Behörde am Montag mit.

Duque wird am Dienstag im historischen Stadtzentrum von Bogotá das höchste Staatsamt von seinem Vorgänger, dem Friedensnobelpreisträger Juan Manuel Santos, übernehmen. Zu dem Festakt werden zehn Staatschefs und Delegationen aus 27 Ländern erwartet.

Friedensprozess in Gefahr?

Der rechtsgerichtete Duque hatte im Juni die Stichwahl um das Präsidentenamt gewonnen. Er stellt das Friedensabkommen in Frage, mit dem sein Vorgänger Santos den jahrzehntelangen Guerilla-Krieg beendet hatte. Der 42-jährige neue Präsident will «Korrekturen» durchsetzen.

Er findet, dass die linken Farc-Rebellen in dem Abkommen zu milde davongekommen sind. Duque strebt unter anderem Abstriche an der Amnestie für die Rebellen an. Seine Kritiker fürchten, dass der rechte Politiker die Guerilleros wieder in den Untergrund treiben könnte.

Die Farc hatte ein halbes Jahrhundert lang gegen die Regierung in Bogotá gekämpft, mehr als 260'000 Menschen wurden getötet. Der scheidende Präsident Santos wurde für das Abkommen mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

Maduro macht Santos für Anschlag verantwortlich

Nach Angaben der venezolanischen Regierung hatten mehrere Attentäter am Samstag während einer Militärparade versucht, einen Bombenanschlag mit Drohnen auf Maduro zu verüben. Das Staatsfernsehen hatte den Moment übertragen, in dem eine Explosion zu hören war, während Maduro eine Rede hielt.

Der Staatschef blieb unverletzt. Sieben Nationalgardisten erlitten nach offiziellen Angaben teils schwere Verletzungen. Allerdings wurden auch Zweifel an der Darstellung der Regierung laut. Eine unabhängige Überprüfung der Angaben ist in Venezuela kaum möglich.

Venezuelas Präsident Nicolás Maduro hat am Dienstag erneut seinen scheidenden kolumbianischen Kollegen Juan Manuel Santos für den mutmasslichen Anschlag auf ihn verantwortlich gemacht. Es gebe «genügend Beweise» für eine Beteiligung von Santos' Regierung, sagte Maduro in einem Video, das in der Nacht im Kurzbotschaftendienst Twitter veröffentlicht wurde. Die Attentäter seien festgenommen worden, nun gehe es darum, auch die Drahtzieher dingfest zu machen.

(kko/sda/afp)

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