Rettungseinsätze: Drohnen sollen Suchhunde lotsen
Aktualisiert

RettungseinsätzeDrohnen sollen Suchhunde lotsen

Künftig könnten Suchhunde von Drohnen angeleitet werden. Dies soll Rettungsaktionen effizienter machen.

von
Christoph Widmer

Ein Netzwerk von Mensch, Hund und Drohne: So will die ETH Zürich die Suche und Rettung von verunglückten Personen optimieren. Häufig werden dazu Suchhunde eingesetzt. Diese werden bisher von Menschen angeleitet. Doch: «Im Gelände sind die Hundeführer langsamer als ihre Vierbeiner – und halten diese bei der Suche auf», sagt die technische Projektleiterin Karin Hummel. Deshalb wollen die Forschenden einer Drohne die Anleitung der Hunde übergeben.

Dafür entwickelten sie zusammen mit der ETH Lausanne neue Flugroboter, die die Suchhunde selbständig an den Ort führen können, an dem die Suche beginnen soll.

Trainings laufen schon

Die Fluggeräte nehmen mit Kameras Luftbilder auf und senden sie an eine Basisstation. Von dort aus kann die Aktion mitverfolgt werden. Zusätzlich sind die Hunde mit Ortungssendern ausgestattet und tragen an einem Geschirr einen Lautsprecher mit sich, über den sie vom Hundeführer Kommandos empfangen können.

Gegenwärtig sind vier Hunde an der Elte Universität in Budapest im Training. Dort lernen die Tiere, nicht dem Menschen, sondern der Drohne zu folgen. Momentan sind die Drohnen nur für etwa fünfzehn Minuten einsatzfähig. Deshalb muss ihre Flugdauer noch verbessert werden. Ganz ersetzen können sie den Menschen dennoch nicht, sagt Hummel: «Für die Versorgung und den Transport der Verletzten sind immer noch Einsatzkräfte nötig.»

«Wissen»

in 20 Minuten wird unterstützt durch die GEBERT RÜF STIFTUNG und die Stiftung Mercator Schweiz.

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