Droht «Happy Hour»-Verbot?
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Droht «Happy Hour»-Verbot?

Die Eidg. Alkoholverwaltung will verstärkt gegen Betriebe vorgehen, die während «Happy Hours» harten Alkohol vergünstigt anbieten. Im Moment sind die Inspektoren daran, genaue Zahlen zu dem Phänomen zu erheben und Massnahmen zu prüfen.

Die Liberalisierung im Gastgewerbe habe den Wettbewerbsdruck unter den Betrieben verschärft. Deshalb hätten auch «Happy Hours» und ähnliche Aktionen in Bars und Diskotheken zugenommen, sagte EAV- Sprecherin Renate Heer am Mittwoch zu Medienberichten der vergangenen Tage.

Die Alkoholverwaltung werde frühestens Ende August konsolidierte Zahlen vorweisen können, sagte Heer. In einem Merkblatt auf der Website weist das EAV bereits jetzt darauf hin, dass es laut dem Alkoholgesetz grundsätzlich verboten ist, Spirituosen und spirituosehaltige Getränke vergünstigt abzugeben oder dafür zu werben.

Nicht nur die weltweit beliebte «Happy Hour», sondern auch Aktionen wie «Zwei für eins», «Tre per uno», «Mezzo Prezzo», «All-Inclusive-Anlässe», «Fünfliber-Abend» oder «Börsendrinking» seien in der Schweiz verboten, sofern auch harter Alkohol im Spiel ist.

Illegal sind ferner Umschreibungen, die auf den ersten Blick harmlos erscheinen, wie: «Getränkegutschein für alle, die verkleidet erscheinen». Zu dieser Kategorie gehört laut EAV auch das Eintrittsticket, das dem Gast zu einem Gratisdrink verhilft.

Den fehlbaren Betrieben droht bei Missachtungen des Alkoholgesetzes eine Busse. Im Wiederholungsfall können die Kantone einem Betrieb das Alkoholpatent entziehen.

(sda)

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