Aktualisiert 26.10.2010 08:31

Spiez

Droht wieder eine Salzknappheit?

Gemeinden, Kantone und Bund haben ihre Lager bis oben mit Streusalz gefüllt. Der Schweizer Rheinsaline fehlt jedoch die Lagerkapazität für einen weiteren Extrem-Winter.

von
Deborah Sutter
Ein Trax schaufelt Salz. (Bild: keystone)

Ein Trax schaufelt Salz. (Bild: keystone)

Im Autobahnwerkhof Spiez ist alles bereit: 400 Tonnen Salz und ein 30 Personen starkes Winterdienstteam warten nur auf den ersten heftigen Schneefall. Thomas Rohrbach, Medienbeauftragter des Bundesamts für Strassen (Astra), sagt: «Wir sind seit Anfang Oktober mit 64 000 Tonnen Salz für einen plötzlichen Wintereinbruch gerüstet.»

Auch die Kantone und Gemeinden haben ihre Lager über den Sommer aufgefüllt. «Nach den Erfahrungen im letzten Winter haben wir unser Kontingent erhöht», sagt etwa Thomas Maag von der Zürcher Baudirektion. Doch Probleme sind dadurch nicht ausgeschlossen: «Wir haben wie die Eichhörnchen den ganzen Sommer über im Schichtbetrieb Salz gewonnen», sagt Armin Roos, Sprecher der Schweizerischen Rheinsalinen. «Wenn uns aber noch ein weiterer strenger Winter erwartet, kann das Salz erneut knapp werden.» Denn die Lagerkapazität der Schweizerischen Rheinsalinen beträgt derzeit 150 000 Tonnen. Das ist das Anderthalbfache davon, was in der Schweiz während eines Durchschnittswinters an Salz verbraucht wird. Letzten Winter wurden aber 325 000 Tonnen Salz auf Schweizer Strassen gestreut.

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