Aktualisiert 24.02.2014 19:57

Sparpaket

Droht zwei Luzernern Kantis das Aus?

Der Kanton Luzern muss sparen – in drei Jahren 250 Millionen Franken. Möglich ist das offenbar nur mit dem dicken Rotstift.

von
Sarah Weissmann
Die Kantonsschule in Beromünster soll vielleicht bald geschlossen werden.

Die Kantonsschule in Beromünster soll vielleicht bald geschlossen werden.

Die Kantis Schüpfheim und Beromünster könnten dicht gemacht werden. Denn: Der Kanton Luzern muss sparen; eine extra eingesetzte Kommission listet derzeit Sparvorschläge auf. Die «Neue LZ» berichtete nun unter Berufung auf «mehrere Quellen», dass auf der Liste neben der Schliessung der Kantis auch die Abschaffung des Langzeitgymis als Vorschlag aufgeführt sei.

Die betroffenen Gemeinden reagieren schockiert: «Die Kantonsschule ist ein wichtiger, unverzichtbarer Eckpfeiler für die ganze Region Entlebuch», sagt Margrit Thalmann, Gemeindepräsidentin von Schüpfheim. Eine Schliessung der Schule wäre entwicklungshemmend: «Unsere Region wäre dadurch weniger attraktiv für Familien.»

«Ich bin schockiert, dass das überhaupt ein Thema ist»

Weil die Sparvorschläge noch nicht offiziell präsentiert wurden, setzt Charly Freitag, Gemeindepräsident Beromünster, ein dickes Fragezeichen hinter die Vorschläge: «Es ist ja erstmal nur eine Kommission eingesetzt, die das überprüft.» Allerdings spart er auch nicht mit vorsorglicher Kritik: «Ich frage mich, wie man so Geld sparen will; denn unsere gegen 400 Schüler müssten an eine andere Schule. Diese wiederum müsste neu gebaut werden.»

Auch bei Lehrern kommen die Sparvorschläge gar nicht gut an. Zur Schliessung des Langzeitgymis sagt Remo Herbst, Präsident der Luzerner Mittelschullehrer: «Ich bin schockiert, dass das überhaupt ein Thema ist.» Das Luzerner Langzeitgymi sei schweizweit ein Erfolgsmodell – also ein wichtiger Standortvorteil.

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