Nach Spesenskandal: Druck auf Premierminister Brown wächst

Aktualisiert

Nach SpesenskandalDruck auf Premierminister Brown wächst

In Grossbritannien wächst der innerparteiliche Druck auf Premierminister Gordon Brown. Abgeordnete der regierenden Labour-Partei haben per E-Mail eine fraktionsinterne Unterschriftenaktion gestartet, um Brown zum Rücktritt zu bewegen.

Nach Medienberichten vom Donnerstag hoffen die Labour-Rebellen auf mehr als 70 Unterzeichner. Nach dem Spesen-Skandal von Politikern und einem Absturz der Labour-Partei in der Wählergunst hatte sich in den vergangenen Tagen die Lage für Brown zugespitzt, nachdem zwei Ministerinnen ihren Rückzug aus dem Kabinett bekanntgaben.

Die Namen der Brown-Gegner aus der Unterschriftenaktion sollen erst veröffentlicht werden, falls 50 Abgeordnete unterzeichnet haben. Noch ist völlig unklar, wie gross tatsächlich die Unterstützung für die E-Mail-Aktion ist und wann das Schreiben dem Premierminister vorgelegt werden soll.

Offen ist auch, ob es zu der erwarteten Kabinettsumbildung Browns schon am Freitag oder erst am Montag kommt. Wegen des Spesenskandals muss sich die Labour-Partei bei den Europa- und Kommunalwahlen auf eine dramatische Niederlage einstellen.

Die Ergebnisse der Kommunalwahlen werden für Freitagmittag erwartet, die Resultate der Europawahlen erst für den späten Sonntagabend. (sda)

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