Training in Syrien: Dschihadist Sandro (18) posiert mit Kalaschnikows
Aktualisiert

Training in SyrienDschihadist Sandro (18) posiert mit Kalaschnikows

Der Winterthurer Teenager Sandro hat sich vor drei Monaten dem IS angeschlossen. Aus Syrien hat er nun ein Foto verschickt, das ihn schwer bewaffnet zeigt.

von
lüs
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Dschihadist Sandro wird in Syrien an der Waffe ausgebildet. Dieses Bild, das er selber verschickt hat, zeigt ihn mit zwei Kalaschnikows. Gekämpft hat er gemäss eigenen Angaben jedoch noch nicht.

Dschihadist Sandro wird in Syrien an der Waffe ausgebildet. Dieses Bild, das er selber verschickt hat, zeigt ihn mit zwei Kalaschnikows. Gekämpft hat er gemäss eigenen Angaben jedoch noch nicht.

Rundschau/SRF
Nicht verzichten muss Sandro in Syrien auf Nutella: Dieses Bild hat er auf seinem Facebook-Profil gepostet.

Nicht verzichten muss Sandro in Syrien auf Nutella: Dieses Bild hat er auf seinem Facebook-Profil gepostet.

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Sandro (Name geändert) war bis vor Kurzem ein ganz normaler Teenager. Im Herbst 2014 konvertierte der 18-Jährige zum Islam. Bereits Anfang Februar 2015 reiste er über die Türkei nach Syrien, um für die Terrormiliz Islamischer Staat zu kämpfen.

Sandro (Name geändert) war bis vor Kurzem ein ganz normaler Teenager. Im Herbst 2014 konvertierte der 18-Jährige zum Islam. Bereits Anfang Februar 2015 reiste er über die Türkei nach Syrien, um für die Terrormiliz Islamischer Staat zu kämpfen.

Der Winterthurer Sandro* (18) reiste Anfang Februar nach Syrien, schloss sich dort der Terrormiliz Islamischer Staat an. Von dort hat er nun ein Bild verschickt, auf dem er schwer bewaffnet posiert. Erhalten hat das Bild die SRF-Sendung «Rundschau», die am Mittwochabend über den Fall des radikalisierten Jugendlichen berichtet. Sandro, der sich nun Abu Malik nennt, sagte der «Rundschau», er werde im Umgang mit der Kalaschnikow ausgebildet. Selbst habe er aber noch nicht an Kämpfen teilgenommen.

Gegen Sandro ermittelt nun auch die Bundesanwaltschaft, wie Sprecher André Marty 20 Minuten bestätigt. Gegen den jungen Erwachsenen sei eine Strafuntersuchung eingeleitet worden – wegen des Verdachts der Unterstützung beziehungsweise Beteiligung an einer kriminellen Organisation sowie wegen Verstosses gegen das Bundesgesetz über das Verbot der Gruppierungen Al Kaida und Islamischer Staat.

Razzia in Winterthur

Am vergangenen Freitag hat im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen Dschihad-Reisende in Winterthur eine Hausdurchsuchung stattgefunden. Marty bestätigt eine entsprechende Meldung der «Rundschau». Genauere Angaben dazu macht die Bundesanwaltschaft nicht.

Ein weiterer Winterthurer, der in den Dschihad reisen wollte, ist wieder auf freiem Fuss. Der 25-Jährige, der am 7. April am Flughafen Zürich vor seinem geplanten Abflug nach Istanbul festgenommen worden war, wurde aus der U-Haft entlassen. Reisen darf er nicht mehr: Pass und ID wurden ihm abgenommen.

*Name geändert.

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