Aktualisiert 23.01.2015 10:53

Tod vorgestäuscht

Dschihadist wollte heimlich heimkehren

Dschihadkämpfer Imran Khawaja täuschte seinen Tod vor, um heimlich wieder in Grossbritannien einzureisen. Die Behörden waren ihm einen Schritt voraus.

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Imran Khawaja zeigt sich oft  aber nicht gerne  auf diverse Videos und Fotos aus dem Kriegsgebiet in Syrien. (Screenshot: BBC)

Imran Khawaja zeigt sich oft aber nicht gerne auf diverse Videos und Fotos aus dem Kriegsgebiet in Syrien. (Screenshot: BBC)

Imran Khawaja aus Southall im Westen Londons reiste im Januar 2013 in den Krieg nach Syrien. Sechs Monate später kehrte der Dschihadist nach Grossbritannien zurück — heimlich. Khawaja täuschte zuvor seinen eigenen Tod vor, denn er wusste: Der britische Geheimdienst ist ihm dicht auf den Fersen.

Die Behörden in Grossbritannien waren jedoch smarter als der Islamist: Sie identifizierten und verhafteten den 27-Jährigen bei seiner Ankunft in Dover.

Wie BBC berichtet, steht der IS-Kämpfer, der sich selbst den Kampfnamen Abu Daigham al-Britani gegeben hatte, derzeit in London vor Gericht. Khawaja wurde wegen Terrorismus angeklagt. Er bekennt sich in allen vier Punkten schuldig. Ihm droht eine lebenslage Haftstrafe.

Er soll zu «Dschihadi-John» führen

Die Arbeit des britischen Geheimdienstes ist eine Meisterleistung. Denn Imran Khawaja zeigte sich oft in Videos und auf Bildern, die er aus dem Kriegsgebiet postete — immer aber mit bedecktem Gesicht.

Laut «Daily Mail» ist der gebürtige Brite für die Behörden äusserst interessant. Sie gehen davon aus, dass Khawaja in der syrischen Islamisten-Hochburg Rakka Kontakt zu Abdel-Majed Abdel Bary hatte. Bary ist auch unter dem Spitznamen «Dschihadi John» bekannt. Er soll vergangenen Herbst die Journalisten Steven Sotloff und James Foley enthauptet haben.

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