Zehn Prozent der Fälle: Dschihadisten halten Bundesanwalt auf Trab
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Zehn Prozent der FälleDschihadisten halten Bundesanwalt auf Trab

Im Jahr 2014 hat die Bundesanwaltschaft 245 Strafuntersuchungen eröffnet. In rund 20 Fällen wurde wegen Dschihadismus ermittelt.

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Hat in der Schweiz keine sozialen Bezugspunkte: Der Iraker im März am Bundesstrafgericht in Bellinzona.

Hat in der Schweiz keine sozialen Bezugspunkte: Der Iraker im März am Bundesstrafgericht in Bellinzona.

Keystone/Karin Widmer
In dieser neu gebauten Siedlung in Beringen SH lebte Osama M.

In dieser neu gebauten Siedlung in Beringen SH lebte Osama M.

Annette Hirschberg
Der Blick von hinten auf den Wohnblock. Die Wohnung des mutmasslichen IS-Terroristen befindet sich im zweiten Stock.

Der Blick von hinten auf den Wohnblock. Die Wohnung des mutmasslichen IS-Terroristen befindet sich im zweiten Stock.

Annette Hirschberg

Dschihadismus, die Mafia und Korruption haben im vergangenen Jahr die Bundesanwaltschaft beschäftigt. Die Zahl der neu eröffneten Strafuntersuchungen hat gegenüber dem Vorjahr zugenommen, wie die Bundesanwaltschaft in ihrem am Freitag veröffentlichten Jahresbericht schreibt.

2014 wurden 245 Strafuntersuchungen eröffnet, gegenüber 221 im Vorjahr. Angestiegen ist auch die Zahl der hängigen Verfahren, von 367 auf 423. Die Erledigungsquote sei stabil geblieben, schreibt die Bundesanwaltschaft.

Zwei Iraker verurteilt

Im Bereich des Dschihadismus hat die Bundesanwaltschaft rund 20 Strafuntersuchungen eröffnet. Als «Meilenstein» in der Bekämpfung des islamistisch extremistischen Terrorismus bezeichnet sie die Verurteilung von zwei aus dem Irak stammenden kurdischen Brüdern im Mai.

In Sachen Korruption machten 2014 Bestechungsvorwürfe bei IT-Projekten im Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) Schlagzeilen. Die Bundesanwaltschaft hat in diesem Zusammenhang zwei Strafuntersuchungen eröffnet. (sda)

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