Aktualisiert 27.03.2013 15:20

Nun ist es offiziell

Dschungel-Camp ist nicht preiswürdig

Die Nomination des Dschungel-Camps für den Grimme-Preis löste grosse Aufruhr aus. Nun dürfen die Kritiker beruhigt sein: RTL kann sich den Preis abschminken.

Gross war die Empörung, als «Ich bin ein Star - Holt mich hier raus» für den renommierten Grimme-Preis nominiert wurde. Nun dürften sich die Wogen glätten: Die qualitätsbewusste Jury zeichnet den Ekel- und Läster-Wettbewerb nicht aus.

Dafür bekommt das DDR-Endzeit-Epos «Der Turm» einen Grimme-Preis. Ein «schönes, grosses Ensemble» mit Darstellern wie Jan Josef Liefers und Claudia Michelsen werde damit in der Kategorie Fiktion ausgezeichnet, sagte Uwe Kammann, der Direktor des Grimme-Instituts, am Mittwoch bei der Vorstellung der Gewinner in Düsseldorf.

Insgesamt werden zwölf Produktionen prämiert, die meisten Filme entstanden in öffentlich-rechtlichen TV-Anstalten. Erneut wird die NDR-Serie «Der Tatortreiniger» ausgezeichnet, diesmal für die Folge «Schottys Kampf» aus dem Neonazi-Milieu. Auch die Macher von «Switch Reloaded - 'Wetten, dass...?' Spezial» bekommen einen Preis.

Gewinner des Abends: Matti Geschonneck

Regisseur Matti Geschonneck wird gleich zweimal ausgezeichnet: Zum einen für das Justizdrama «Das Ende einer Nacht» und mit einer «besonderen Ehrung» für seine herausragenden Verdienste um das deutsche Fernsehen. Preisgekrönt wird auch Thomas Riedelsheimer für seinen Film «Seelenvögel» über drei an Leukämie erkrankte Kinder.

Alle Preise werden am 12. April im Stadttheater von Marl verliehen. Mit dem Grimme-Preis würdigt der Deutsche Volkshochschulverband herausragende Fernsehproduktionen.

(SDA)

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