Sängerin Tina Umbricht findet «DSDS viel besser ohne Dieter Bohlen»
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Tina Umbricht wieder dabei«DSDS ist so viel besser ohne Dieter Bohlen»

Bei DSDS schaffte es die Schweizerin Tina Umbricht 2015 unter die letzten 25. Nun wagt sich die Aargauerin erneut vor die Jury – und ist froh, dass Dieter Bohlen weg ist.

von
Toni Rajic
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Tina Umbricht (23) aus Gränichen AG wagt sich erneut vor die DSDS-Jury.

Tina Umbricht (23) aus Gränichen AG wagt sich erneut vor die DSDS-Jury.

RTL /Stefan Gregorowius
Die Jury besteht in diesem Jahr aus Toby Gad (r.), Ilse DeLange und Florian Silbereisen.

Die Jury besteht in diesem Jahr aus Toby Gad (r.), Ilse DeLange und Florian Silbereisen.

RTL /Stefan Gregorowius
Tina ist froh, dass der Pop-Titan nicht mehr in der Jury sitzt. Auf Instagram schreibt sie: «Es ist so viel besser ohne Dieter Bohlen.»

Tina ist froh, dass der Pop-Titan nicht mehr in der Jury sitzt. Auf Instagram schreibt sie: «Es ist so viel besser ohne Dieter Bohlen.»

RTL /Stefan Gregorowius

Darum gehts

Tina Umbricht, weshalb führt es dich erneut zu DSDS?

Es gibt nur einen Grund: Ich will mir endlich den Sieg holen! Ich träume schon mein ganzes Leben davon, von der Musik leben zu können. Mit einem Freund habe ich über die Option gesprochen, ich war mir aber nie ganz sicher. Plötzlich hat mich der Sender angefragt – zunächst dachte ich, er stecke dahinter, doch es stellte sich raus, dass sie mir nochmals eine Chance geben wollten.

Es ist nicht das erste Mal, dass du mitmachst.

Stimmt. Damals war ich 16 Jahre alt. Ein Kind. Ich habe einfach mitgemacht, um dabei zu sein. Heute weiss ich, dass es um viel mehr geht. Von einer guten Performance kann meine Zukunft abhängen. Auf diese Teilnahme habe ich mich intensiv vorbereitet.

Im Trailer gibst du richtig Gas. Wie hat es sich angefühlt, zurück zu sein?

Es war ein wohliges Gefühl, als ob man nach Hause kommt. Ich kannte die Abläufe und die Umstände, entsprechend hatte ich kaum mit Nervosität zu kämpfen, mein Fokus lag komplett auf mir und dem Gesang.

Hast du etwas anders gemacht als beim letzten Mal?

Ich hab mich vorbereitet. (lacht) Zuvor bin ich immer locker an so Sachen rangegangen. Dieses Mal habe ich täglich drei Stunden geübt. Inzwischen kann ich die Songs nicht mehr hören und singen. Ich habe mich aber auch gefilmt, um an meiner Mimik und Gestik zu arbeiten. Den Auftritt wollte ich perfekt über die Bühne bringen.

Während deiner Teilnahme 2015 littest du unter Depressionen. Wie geht es dir heute?

Es geht mir fantastisch! Die jetzige Tina ist eine komplett neue Person. In den vergangenen Jahren hatte ich mehrere Therapien und einen Klinikaufenthalt, die mir geholfen haben zu verstehen, wer ich bin, wohin ich will und wie ich meine Ziele erreichen kann. Ich habe das alles für mich gemacht, weil ich es schaffen wollte.

Du hast dein Glück in der Zwischenzeit auch bei «The Voice of Switzerland» versucht. Weshalb hältst du so an Gesangsshows fest?

Ich will nicht heuchlerisch sein: Die Reichweiten derartiger Fernsehsendungen sind unbestritten gross – und davon will ich profitieren. Aber auch aus künstlerischer und musikalischer Sicht lerne ich immer dazu. Man unterstützt sich gegenseitig und erhält Ratschläge von Profis aus dem Business.

Tina Umbricht (23) performte 2020 in den Blind Auditions «Soulmate» von Natasha Bedingfield.

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Sind denn Castingshows noch zeitgemäss?

Das Fernsehen bringt eine gewisse Magie mit sich. Deshalb wäre es falsch, diesen Weg komplett auszuschliessen. Ich bewege mich aber auch aktiv auf Social Media und zeige Präsenz. Für den Sprung zum Erfolg ist ein Mix aus allem gefragt.

Inwiefern hat sich die Sendung weiterentwickelt?

DSDS ist im Vergleich zu früher kaum wiederzuerkennen. Als Teilnehmerin habe ich das Gefühl, dass der Fokus wieder mehr bei der Musik und dem Gesang liegt, als beim Spott. Wie es im Endeffekt daherkommt, weiss ich aber selber noch nicht.

Sprichst du damit Dieter Bohlen an, der nicht mehr dabei ist?

Er hat die Show mit seinen Sprüchen und Kommentaren etwas in eine Ecke gedrückt, in die sie nicht gehört. Bei DSDS sind so viele talentierte Personen dabei, die in den Schatten der Entertainer gestellt wurden. Ich will ihm aber auch nicht unrecht tun, zu mir war Dieter immer nett.

Wie realistisch siehst du deine Chancen auf den Sieg in diesem Jahr?

Ich gebe alles, um abzuliefern, deswegen sehe ich meine Chancen auf einer Skala von eins bis zehn klar ganz oben bei der Zehn. Ehrlicherweise muss ich aber zugeben, dass die anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch stark sind.

Was, wenn es auch beim dritten Anlauf nicht klappt?

Ich bin mir grundsätzlich nicht zu schade, um wieder zu meinem Handy-Job zurückzukehren. Ich mag den Kontakt mit Menschen und das Verkaufen gehört zu meiner Leidenschaft. Doch der Schmerz und die Enttäuschung wären riesig, und mein Traum bleibt natürlich weiter bestehen – und für den werde ich kämpfen.

Die neue Staffel von «Deutschland sucht den Superstar» ist ab Samstag, dem 22. Januar 2022, um 20.15 Uhr auf RTL zu sehen.

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