Affäre Strauss-Kahn : DSK will Zivilverfahren einstellen lassen
Aktualisiert

Affäre Strauss-Kahn DSK will Zivilverfahren einstellen lassen

Dominique Strauss- Kahn hat in den USA die Abweisung der Zivilklage von Nafissatou Diallo beantragt, die ihm Vergewaltigung vorwirft. Er beruft sich auf seine Immunität.

Dominique Strauss-Kahn will zum Zeitpunkt der Klage-Eingabe Immunität genossen haben.

Dominique Strauss-Kahn will zum Zeitpunkt der Klage-Eingabe Immunität genossen haben.

Der Antrag ging am Montag beim Gericht in der New Yorker Bronx ein. Darin beantragt der zurückgetretene IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn die Einstellung der Zivilklage gegen ihn. Strauss-Kahns Anwalt William Taylor argumentiert, sein Mandant habe «vollständige Immunität» genossen zu dem Zeitpunkt, als das Zimmermädchen Nafissatou Diallo seine Klage eingereicht habe.

Diese Immunität habe auch nach Strauss-Kahns Rücktritt als IWF- Chef im Mai gegolten, bis dieser die USA nach der Einstellung des Strafverfahrens gegen ihn am 23. August verlassen konnte. Diallo hatte ihre Zivilklage am 8. August eingereicht.

«Er verhielt sich wie ein Verrückter»

Strafverfahren bereits eingestellt

Die US-Justiz hatte Ende August ein Strafverfahren gegen den früheren IWF-Chef wegen versuchter Vergewaltigung eingestellt, weil sie Zweifel an der Glaubwürdigkeit des mutmasslichen Opfers hatte. Das Zivilverfahren gegen Strauss-Kahn läuft unabhängig davon weiter.

Interview auf TF1 mit Dominique Strauss-Kahn

In ihrer Klage wirft Diallo dem Ex-IWF-Chef einen «gewalttätigen und sadistischen Angriff» vor und fordert eine Entschädigung in nicht genannter Höhe. Die 32-jährige wirft Strauss-Kahn vor, er habe Mitte Mai in seinem New Yorker Hotelzimmer versucht, sie zu vergewaltigen, und habe sie zum Oralsex gezwungen.

In einem Fernsehinterview hatte der ehemalige IWF-Chef vor kurzem eine «unangemessene Beziehung» zu dem Zimmermädchen eingeräumt und von einem «moralischen Fehler» gesprochen. (sda)

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