Entführung wie im Film – «Du hast sechs Monate Zeit, um mich zu lieben – oder zu sterben»
Aktualisiert

Entführung wie im Film«Du hast sechs Monate Zeit, um mich zu lieben – oder zu sterben»

In Salt Lake City, Utah, befreite die Polizei eine Frau aus mehrwöchiger Gefangenschaft. Sie hatte ein Martyrium durchlitten, bei dem ihr Entführer ihr die Zahl sechs in die linke Handfläche ritzte.

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Ramone Marcio Martinez (39) aus Salt Lake City im US-Bundesstaat Utah wird beschuldigt, eine Frau mehrere Wochen lang in seinem Haus gefangen, geschlagen, gequält und sexuell misshandelt zu haben. 

Ramone Marcio Martinez (39) aus Salt Lake City im US-Bundesstaat Utah wird beschuldigt, eine Frau mehrere Wochen lang in seinem Haus gefangen, geschlagen, gequält und sexuell misshandelt zu haben.

Screenshot Youtube
Er soll ihr eine Sechs in die Handfläche geritzt und gedroht haben, sie oder ihre Familienmitglieder umzubringen, sollte sie zu fliehen versuchen. 

Er soll ihr eine Sechs in die Handfläche geritzt und gedroht haben, sie oder ihre Familienmitglieder umzubringen, sollte sie zu fliehen versuchen.

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Martinez besitzt in Utah mehrere Firmen, etwa «Truu Med», eine Vermittlungsfirma für medizinisches Cannabis. Lokale Medien feierten ihn in der Vergangenheit als erfolgreichen Selfmademan.

Martinez besitzt in Utah mehrere Firmen, etwa «Truu Med», eine Vermittlungsfirma für medizinisches Cannabis. Lokale Medien feierten ihn in der Vergangenheit als erfolgreichen Selfmademan.

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Darum gehts

  • In Salt Lake City, Utah, hielt ein 39-Jähriger eine Frau über mehrere Wochen gefangen.

  • Der Geschäftsmann quälte und misshandelte sie und ritzte ihr die Zahl sechs in die Handfläche.

  • Das sollte sie daran erinnern, dass sie sechs Monate Zeit hatte, ihn zu lieben oder getötet zu werden.

  • Der Frau gelang es schliesslich, über einen Freund die Polizei zu alarmieren.

Diese Geschichte hätte einem gruseligen Hollywood-Drehbuch jede Ehre gemacht: Der Geschäftsmann Ramone Marcio Martinez (39) aus Salt Lake City in Utah soll eine Frau mehrere Wochen lang in seinem Haus gefangen gehalten, geschlagen, gequält und sexuell misshandelt haben. Zudem soll Martinez ihr eine Sechs in die linke Handfläche geritzt haben, als Warnung und zur Erinnerung: «Du hast sechs Monate Zeit, um mich zu lieben – oder zu sterben.»

Zudem drohte er ihr, sie oder ihre Familienmitglieder umzubringen, sollte sie zu fliehen versuchen. Der Frau gelang es schliesslich, ein Hilfe-SMS an einen Freund abzusetzen, der die Polizei verständigte. Martinez, der unter anderem einen Limousinen-Service sowie eine Vermittlungsfirma für medizinisches Cannabis besitzt, war bei seiner Verhaftung von letzter Woche zwar bewaffnet, leistete der Polizei zufolge aber keinen Widerstand.

Polizei kam Martinez’ nächstem Schritt zuvor

In Martinez’ Haus stiess die Polizei auf die verstörte Frau, die schwere Blutergüsse um beide Augen sowie gebrochene oder angeknackste Rippen hatte. In ihrer eidesstattlichen Erklärung heisst es zudem, dass sie zweimal bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt und mit einer Pistole oder Messern bedroht wurde. Wie sie in Martinez’ Haus gelangt war, ist offen.

Martinez dementiert zunächst die meisten Anschuldigungen. Er habe die Frau höchstens beim einvernehmlichen Sex gewürgt. Später aber gab er zu, dass er geplant habe, die Frau von Utah nach Arizona zu bringen. Die Polizei sei ihm aber zuvorgekommen.

Das Gericht verwehrte dem 39-Jährigen eine Kaution. Die Polizei hatte geltend gemacht, dass der Beschuldigte sowohl Zugang zu einem riesigen Waffenarsenal als auch zu viel Geld habe, weswegen die Gefahr einer Flucht zu hoch sei.

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(gux)

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