Ozzy Osbourne: «Du kannst mich auch Arschloch nennen»
Aktualisiert

Ozzy Osbourne«Du kannst mich auch Arschloch nennen»

Black Sabbath melden sich beinahe in Originalbesetzung zurück und wollen es mit einem Album und einer Tour nochmal wissen. Frontmann Ozzy Osbourne ist auch mit 64 Jahren noch kein bisschen müde.

von
Kaspar Isler

Ozzy Osbourne, weshalb ein Comeback nach 35 Jahren?

Ich rauche und trinke nicht mehr und habe aufgehört mit den Drogen. Statt im Tourbus alles, was mir in die Quere kommt, flachzulegen, stehe ich früh auf uns gehe ins Gym. Deshalb fühle ich mich fitter denn je – und will es mit der Tournee im November noch einmal wissen.

Was dürfen eure Fans vom Studioalbum «13» erwarten?

Es ist Black Sabbath, nicht die Ozzy Osbourne Band. Wir haben viel Musik aufgenommen. Was nun genau aufs Album kommt und was nicht, weiss noch nicht einmal ich so genau.

Hat es in den Charts überhaupt noch Platz für Urgesteine wie euch?

Da mache ich mir überhaupt keine Sorgen. Die sogenannten Musiker, die sich heutzutage in der Hitparade tummeln, sind nichts ausser kleine Werbemaskottchen. Ich wette, dass ein fucking Justin Bieber nicht mehr vorne mit dabei ist in 45 Jahren.

Du bist der «Prinz der Dunkelheit». Beisst du im November wieder Fledermäusen die Köpfe ab?

Diese Übernamen der Medien sind mir scheissegal. Du kannst mich von mir aus auch Arschloch nennen. Ich hab schon immer gemacht, worauf ich gerade Lust habe. Daran wird sich bis zu meinem Tod nichts ändern.

Ist eigentlich eine Fortsetzung von «The Osbournes» geplant?

Nein. Eigentlich hasse ich es, im Fernsehen zu sein. Meine Frau Sharon will immer, dass ich in ihre Sendung komme. Aber ich bin ein Musiker, kein verblödeter Wetterfrosch. Zudem ist das TV-Geschäft heutzutage sowieso komplett idiotisch. Die Kardashians sind die wohl peinlichste Familie der Welt und auch diese Castingshows nerven. Wenn ich vor einer Jury stehen und singen würde, damit mir dann irgend so ein Lutscher wie Simon Cowell sagt, dass ich scheisse sei, würde ich nach vorne gehen und ihm ordentlich die Fresse polieren.

Schade, dass ihr kein Konzert in der Schweiz spielt.

Dieses Jahr reicht es leider definitiv nicht mehr. Privat bin ich aber immer mal wieder in eurem schönen Land. Als ich jung war, habe ich ein paar Mal in Zürich richtig wild gefeiert. Die Frauen und die Drogen da sollen bis heute sehr gut sein, habe ich gehört (lacht). Mittlerweile bin ich zu alt für so etwas. Deshalb gehe ich in der Schweiz nur noch nach Zermatt – der Ort ist magisch.

Von Altersmüdigkeit keine Spur: Fast komplett in Originalbesetzung legen Ozzy Osbourne, Tony Iommi und Geezer Butler mit ein sackstarkes Album vor und zementieren ihren Status als Ikonen. Das Album kann ab sofort auf iTunes gestreamt werden und erscheint am Freitag.

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