Bischofszell TG: «Du Wichser, du gehörst nicht auf die Strasse»
Aktualisiert

Bischofszell TG«Du Wichser, du gehörst nicht auf die Strasse»

Ein Mann auf seinem Behindertenfahrzeug wurde dieser Tage von einem Autofahrer kurz vor Bischofszell TG übelst beschimpft und geschubst. Noch immer ist er im Spital.

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Zum Vorfall kam es zwischen Niederhelfenschwil SG und Bischofszell TG...

Zum Vorfall kam es zwischen Niederhelfenschwil SG und Bischofszell TG...

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... kuzr vor dem Muggensturm.

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Der Pensionist wollte mit seinem neuen Behindertenfahrzeug eigentlich nur einen Ausflug machen.

Der Pensionist wollte mit seinem neuen Behindertenfahrzeug eigentlich nur einen Ausflug machen.

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Zum Vorfall kam zwischen Niederhelfenschwil SG und Bischofszell TG, wie das «St. Galler Tagblatt» am Samstag berichtete. Es war der 1.-August-Morgen und der Arnegger wollte mit seinem neuen Behindertenfahrzeug, das er sich zur offiziellen Pensionierung geleistet hatte, einen Ausflug machen. Der Mann ist mehrfach behindert, das Fahrzeug mit gelber Nummer verhalf ihm zu mehr Selbstständigkeit.

Doch kurz vor dem Muggensturm wurde der Mann plötzlich von einem Autofahrer angepöbelt. Der Unbekannte habe das Fenster geöffnet und geschrien: «Du Wichser, du Arschloch, du gehörst nicht auf die Strasse.» So erzählt es die Frau des Opfers dem «Tagblatt». Ihr Mann habe dann erwidert, dass er mit der gelben Nummer auf der Strasse fahren dürfe.

Schambein und Handgelenk gebrochen

Da brannte bei dem Autofahrer offenbar eine Sicherung durch. Der etwa 40-Jährige sei nämlich mit erhobener Faust auf ihren Mann zugegangen. Um sich zu schützen, habe dieser sich an dem dunklen Van des Autofahrers festgehalten. Daraufhin sei er angeschrien worden, er soll das Auto nicht anfassen, und der Autofahrer sei sogar handgreiflich geworden. Ihr Mann sei zu Boden gefallen. Dabei brach er sich das Schambein und ein Handgelenk.

Alleine habe er nicht wieder aufstehen können. Den Autofahrer habe das nicht gekümmert, er habe ihn einfach liegen lassen und sei davongefahren.

Immer noch im Spital

Zum Glück seien gleich Retter zur Stelle gewesen. Die Frau wolle gar nicht daran denken, was sonst passiert wäre. Noch immer liegt ihr Mann nun im Spital. Er habe das Ganze körperlich sehr schlecht verkraftet.

Hinzu kommt, dass er wegen Nierenproblemen regelmässig auf Dialyse angewiesen ist. Darüber hinaus ist der Mann Diabetiker und hat Lungenprobleme. Ob er je wieder nach Hause kann, ist derzeit unklar.

Die Kantonspolizei Thurgau hat die Ermittlungen aufgenommen.

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